Cern-forscher entdecken anomalien bei teilchen, deuten auf unbekanntes naturverhalten hin
Wissenschaftler am europäischen Kernforschungszentrum CERN haben bei der Analyse von Teilchen-Wechselwirkungen im Großen Hadronen-Speicherring (LHC) ungewöhnliche Phänomene entdeckt.

Neue erkenntnisse über die natur der teilchen und der fundamentalen kraftfelder
Das Team studierte die Zerfallsgeschwindigkeiten von sogenannten Mesonen B, die von der Teilchenstrahlung im LHC erzeugt werden. Diese Teilchen spielen eine wichtige Rolle bei der Untersuchung der Asymmetrien zwischen Materie und Antimaterie.
Nach der Auswertung von etwa 650 Milliarden Billionen Teilchenzufällen in sieben Jahren Forschung fanden die Wissenschaftler vier signifikante Abweichungen vom sogenannten Standardmodell der Teilchenphysik.
Dieses Modell postuliert, dass die fundamentalen Kraftfelder und die damit verbundenen Teilchen unveränderlich sind. Doch die CERN-Forscher beobachteten, dass die Mesonen B in unerwarteten Weisen zerfallen und dabei seltene Quarks produzieren, die vom Standardmodell nicht vorhergesagt werden.
Obwohl die Ergebnisse noch präziser verifiziert werden müssen, könnte dies ein Hinweis auf das Vorhandensein bisher unbekannter Teilchen oder fundamentaler Kraftwechsel darstellen.
