Artemis ii startet: die erde blickt zurück zur mondoberfläche
Die NASA hat den
Countdown für die Mondrückkehr gestartet. Am 1. April startet die Mission artemis ii, ein bedeutender Schritt nach dem Apollo-Programm. Doch es geht nicht um eine Landung – vielmehr um den notwendigen Vorläufer für größere Ambitionen: die Kolonialisierung des Mars.
Artemis ii: ein sprung für die menschheit
Die Mission, die voraussichtlich am 2. April vom Kennedy Space Center ins All startet, ist ein langer Atemzug. Die Raumkapsel Orion wird vier Astronauten um den Mond fliegen, eine Reise, die die USA seit den 1970er Jahren nicht mehr unternommen haben. Victor Glover, Christina Koch, Reid Wiseman und Jeremy Hansen sollen die erste bemannte Mondorbit-Mission seit 1972 durchführen.
Die Mission nutzt den Space Launch System (SLS), den derzeit leistungsstärksten Raketentyp der NASA. 20 Milliarden Euro sind in das Artemis-Programm investiert worden, mit dem Ziel, eine dauerhafte menschliche Präsenz auf dem Mond zu etablieren. Orion wird über 9 Tage im tiefen Weltraum verbringen und mehr als 1,1 Millionen Kilometer zurücklegen. Dabei wird der Mond auch auf der fernen Seite unseres Satelliten überflogen.
Ein bemerkenswerter Fortschritt: Ein KI-gesteuertes Robotersystem hat bereits 100 Megawatt Solarenergie in der Wüste installiert – doppelt so schnell wie Menschen es könnten. Das zeigt das Potenzial der Automatisierung für zukünftige Weltraummissionen. Die NASA überträgt die Vorbereitungen und die Mission live auf ihrem YouTube-Kanal. Die erste Startfensteröffnung ist um 18:24 Uhr EDT (00:24 Uhr MESZ) am 2. April. Sollte es zu Verzögerungen kommen, ist ein zweites Fenster am 3. April vorgesehen.
Die Betrachtung des Mondes ist mehr als nur Nostalgie. Die Technologie, die für Artemis II entwickelt wird, wird später für Missionen zum Mars und darüber hinaus unerlässlich sein. Die NASA plant, eine nachhaltige und effiziente Präsenz im Weltraum zu schaffen – ein ambitioniertes Ziel, das die Entdeckung und Erforschung des Universums nachhaltig verändern könnte. Die Technologie, die auf dem Mond entwickelt wird, wird auch auf der Erde Anwendung finden.
Die Mondrückkehr ist kein nostalgischer Rückblick, sondern ein strategischer Schritt in eine Zukunft, in der die Menschheit nicht nur unseren Planeten, sondern auch den Kosmos erkundet und bewohnt. Die Reise geht weiter.
