Trumps attack auf powell: fed-untersuchung eskaliert – wer ist der nächste chef?

Trumps angriff auf powell: fed-untersuchung spitzt sich zu – wer wird der nächste chef?

Politische provokation: trump fordert „bis zum bitteren ende“

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat die laufende Untersuchung gegen Jerome Powell, den Präsidenten der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), erneut scharf angegriffen. In einem Interview im Oval Office betonte Trump, die Ermittlungen der Justizbehörden müssten „vollständig durchgezogen“ werden – ein klares Signal, dass er Powell nicht entlasten will.

Trump kritisierte zudem die angeblich überzogenen Renovierungskosten des Fed-Gebäudes in Washington. „Powell hat Milliarden verschwendet“, so seine pauschale Vorwurf. Die Fed selbst hatte bereits am 11. Januar bestätigt, dass ein Großes Jury-Verfahren läuft – mit dem möglichen Ziel einer Strafverfolgung wegen angeblicher Verschwendung öffentlicher Mittel.

Powells konter: „die fed handelt unabhängig – nicht nach trumps wunsch“

Powells konter: „die fed handelt unabhängig – nicht nach trumps wunsch“

In einer Video-Erklärung verteidigte Powell die Unabhängigkeit der Fed: „Die Fed entscheidet über Zinssätze nach dem öffentlichen Interesse – nicht nach politischen Präferenzen.“ Er betonte, die Untersuchung sei ein politischer Druck, um die Geldpolitik der Fed zu beeinflussen – insbesondere die Frage, ob die Zinsen gesenkt werden sollten.

Sein Mandat als Fed-Chef endet zwar im Mai 2024, doch er könnte bis 2028 als Gouverneur mit Stimmrecht weiterwirken. Trumps Attacken wirken jedoch wie ein klares Signal: Powell soll so schnell wie möglich ersetzt werden.

Internationale unterstützung: powell als „respektierter kollege“

Internationale unterstützung: powell als „respektierter kollege“

Die Kritik Trumps löste weltweit Empörung in der Zentralbank-Community aus. In einer offenen Erklärung unterstützten Chefs von Zentralbanken aus Schweden, Dänemark, der Schweiz, Australien und Kanada Powell. Sie bezeichneten ihn als „hochangesehenen Kollegen“, dessen Unabhängigkeit für die globale Wirtschaft essenziell sei.

  • Stefan Ingves (Schweiz, EZB-Vorgänger): „Powell verkörpert Fachkompetenz und Integrität.“
  • Erling Solberg (Norwegen): „Politische Einmischung untergräbt das Vertrauen in die Fed.“
  • Lloyd Harris (Australien): „Die Unabhängigkeit der Zentralbanken ist kein Verhandlungsgegenstand.“

Trumps „lösung“: warsh als neuer fed-chef – wer ist das?

Parallel zur Eskalation der Untersuchung nominierte Trump am 15. Februar überraschend Kevin Warsh, einen ehemaligen Fed-Gouverneur und Wall-Street-Insider, als Powells Nachfolger. Warsh, ein Trump-Befürworter, gilt als pro-business und könnte die Geldpolitik deutlich liberaler gestalten – ein Traum für die Republikaner.

NameRolleHintergrund
Kevin WarshNominierter Fed-ChefEx-Fed-Gouverneur (2006–2011), Partner bei Perella Weinberg Partners
Jerome PowellAktueller Fed-ChefSeit 2018 im Amt, vorher Fed-Vize unter Janet Yellen

Was bedeutet das für die geldpolitik?

Die Fed-Untersuchung wirft drei zentrale Fragen auf:

  • Politische Einflussnahme: Trumps Angriff auf Powell unterstreicht die Erosion der Zentralbank-Unabhängigkeit – ein Risiko für die globale Wirtschaft.
  • Zinspolitik: Falls Warsh das Zepter übernimmt, könnte die Fed schneller Zinssenkungen anstreben – ein Signal für Investoren und Börsen.
  • Vertrauensverlust: Die laufende Strafverfolgung könnte die Kreditwürdigkeit der USA langfristig schwächen.

Ein historischer Präzedenzfall: Noch nie wurde ein Fed-Chef wegen Renovierungskosten unter politischem Druck gestellt. Doch die Trump-Ära zeigt, dass Zentralbanken nicht mehr tabu sind.

Fazit: ein kampf um die kontrolle über die fed

Trumps Strategie ist klar: Powell eliminieren, Warsh installieren – und damit die Geldpolitik nach rechts drehen. Doch die internationale Solidarität mit Powell und die juristischen Risiken machen die Situation komplex. Eine Zäsur für die Fed?

Eines ist sicher: Die nächsten Monate werden zeigen, ob die USA ihre Zentralbank-Unabhängigkeit opfern – oder ob die Fachwelt sich durchsetzt. Klaus Fischers Einschätzung: „Dies ist kein Streit um Baukosten, sondern ein Kampf um die Zukunft der US-Wirtschaft.“