Spanien: milliardenfazit für jubilierende mutualisten

Die spanische Finanzverwaltung hatte versprochen, dass bis Ende 2025 alle ehemaligen Mutualisten, die während ihrer Karriere mehr in Altersvorsorge einzahlten, als ihnen tatsächlich zustand, entlastet werden würden. Doch die Erwartungen wurden bitter enttäuscht.

Fast ein millionenbetrag unbeleckt

Fast ein millionenbetrag unbeleckt

Laut aktuellen Daten der Agencia Tributaria hat man bislang nur 1.502.455 von etwa 2.288.524 gestellten Anträgen bearbeitet und erstattet. Das bedeutet, dass noch fast 786.069 Mutualisten auf ihre Forderung warten, die insgesamt Milliardenbetrag ausmachen könnte.

Die Anwesenheit von Interessen bereitet den Behörden Sorgen. Im Falle von verspäteten Zahlungen könnte Hacienda prozentuell Zinsen berechnen.

Mit dem Auslaufen des originalen Fristziels Ende Dezember 2025 müssen die Behörden nun Interessen berechnen. Die momentane Zinssatz beträgt 4,0625 Prozent pro Jahr.

Die betroffenen Arbeitnehmer und ihre Erben können sich auf der Website der Agencia Tributaria über den Status ihrer Anträge informieren. Es reicht aus, die Belegnummer der Steuererklärung 2025, die Mobilfunknummer oder den DNI-e vorzugeben.

Das Online-Formular der Agencia Tributaria bleibt bis Ende 2028 für die Jahre 2020, 2021 und 2022 zugänglich. Personen, die bereits einen Antrag gestellt haben, müssen nichts unternehmen.

Syndikate und Interessengruppen der Betroffenen warnen vor einem großen Anzahl unbewusster Fälle, da viele gar nicht über ihre Forderung informiert sind.