Iran prüft mögliche Angriffe auf US-Militärziele in Europa
Laut einem Bericht des Financial Times erwägt der Iran mögliche Angriffe auf US-Militärziele in Europa, falls Donald Trump beschließt, die Eskalation des Konflikts zu verstärken. Das Blatt beruft sich auf Quellen nahe dem iranischen Regime.
Mögliche Ziele in Südeuropa
Als potenzielle Ziele werden militärische Einrichtungen der USA im südlichen Europa genannt, darunter Bulgarien und Zypern. Zypern war bereits zu Beginn des Konflikts Ziel eines Angriffs, was die Intervention europäischer Länder wie Frankreich und Spanien zur Folge hatte, um eine britische Basis auf der Insel zu schützen.
Teheran prüft somit, seine militärische Antwort über den Nahen Osten hinaus auszudehnen, sollte Washington neue Maßnahmen ergreifen, um die Spannungen zu erhöhen, wie es der US-Präsident in den letzten Tagen angekündigt hat. Bisher hat sich der Iran auf Angriffe auf Nachbarländer wie Irak, Kuwait, Katar, VAE, Oman, Saudi-Arabien und Bahrain konzentriert, die alle US-Basen oder Interessen beherbergen.

Erhöhte Spannungen und Reaktionen
Die Aufnahme von Bulgarien und Zypern in den Fokus des Iran erfolgt, nachdem Teheran öffentlich seinen Widerstand gegen die mögliche Nutzung des Territoriums beider Länder zur Unterstützung militärischer Operationen der USA geäußert hat. Der iranische Außenminister Abbas Araqchi forderte am 30. Juli die bulgarische Regierung auf, den Einsatz US-amerikanischer Flugzeuge zu überdenken, und teilte Zypern die Besorgnis Teherans über die Nutzung seiner Basen mit.
Trump bestätigte am Dienstag, dass die Gespräche mit Teheran ins Stocken geraten seien, was den Konflikt in einem volatilen Patt hält. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus bleibt trotz Trumps Behauptung, sie sei wiedereröffnet worden, gering, und diese Woche forderte ein Angriff auf ein Frachtschiff einen Toten. Die Vereinigten Arabischen Emirate kündigten ihrerseits die Aussetzung jeglichen Handels mit dem Iran an, nachdem sie den Abschuss von zwei ballistischen Raketen aus diesem Land in ihre Gewässer gemeldet hatten.