Fachkrachen in der werkstatt: mechaniker werden knapp – und die löhne steigen
Spanien kämpft mit einer
massiven Fachkräftemangel in der Automobilbranche. Während Werkstätten und Händler seit Jahren vor leerstehenden Stellen jammerten, sind die Löhne für Mechaniker und verwandte Berufe in die Höhe geschossen. Bis zu 40.000 Euro brutto jährlich sind heute keine Seltenheit, vor allem in den höheren Positionen.Der grund: ein teufelskreis aus alterung der belegschaft, nachwuchsmangel und digitaler transformation
Die Ursachen für diese Entwicklung sind vielfältig. Die Altersstruktur der Fachkräfte ist stark geprägt, der Nachwuchs fällt drastisch aus und die technologische Transformation – insbesondere die zunehmende Elektrifizierung der Fahrzeuge – erfordert neue Qualifikationen. Laut Schätzungen fehlen in Werkstätten und Vertragswerken allein rund 20.000 Fachkräfte, um den Bedarf zu decken. Und das trotz der Tatsache, dass viele Betriebe bereits jetzt auf den Parkettbodenschauen und sich schwer tun, die offenen Stellen zeitnah zu besetzen.
In Städten wie Madrid, Barcelona und Valencia berichten Autowerkstätten von Monaten Wartezeiten für Reparaturen. Sogar die zunehmende Konkurrenz zwischen den Werkstätten, vor allem durch den verstärkten Markteintritt asiatischer Hersteller wie beispielsweise chinesischer Marken, treibt die Löhne nach oben. Die Unternehmen müssen sich mit besseren Arbeitsbedingungen, kontinuierlicher Weiterbildung und attraktiven Karriereperspektiven auseinandersetzen, um ihre Mitarbeiter zu halten.

Elektrifizierung und neue technologien verschärfen die lage
Die steigende Nachfrage nach Elektro- und Hybridfahrzeugen verschärft das Problem zusätzlich. Moderne Autos sind mit komplexen elektronischen Systemen, Software und Sensoren ausgestattet, die spezielle Kenntnisse erfordern. Mechaniker, die in der Lage sind, Daten zu interpretieren, elektronische Diagnosen durchzuführen und die Batterietechnik von Elektrofahrzeugen zu verstehen, sind daher besonders gefragt und werden entsprechend entlohnt. Die steigende Anzahl an Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor, die inzwischen über 14 Jahre im Durchschnitt alt sind, verstärkt die Notwendigkeit, qualifizierte Fachkräfte zu finden, um das Fahrzeugbestand zu warten und zu reparieren.
Die Berufsschulen sehen in der dualen Ausbildung – also der Kombination aus Theorie und Praxis – den Schlüssel zur Lösung des Problems. Ciclos formativos wie
