Tdt-umstellung: 36% der fernseher obsoot – chaos droht!
Die deutsche Fernsehentgelder werden sich bald drastisch ändern. Das Bundesverwaltungsblatt hat gerade die Pläne der Regierung für die Neuausrichtung der Sender bekannt gegeben. Wer jetzt noch auf den Fernseher schaut, muss sich womöglich erneut die Kanäle suchen – und das, weil ein Drittel aller Fernsehgeräte in Deutschland nicht mehr mit der neuen Technologie kompatibel ist.
Schockierende zahlen: die digitale revolution ist im visier
Die offiziellen Daten sprechen eine deutliche Sprache: 36,6 Prozent der Fernsehgeräte in Deutschland sind nicht für die kommende Umstellung gerüstet. Das ist kein bloßer Bequemlichkeitsfehler; es ist eine existenzielle Bedrohung für viele Haushalte.
Die Ursache dieser Problematik liegt in der kürzlich erteilten Betriebslizenz für das neue Unternehmen ‘Servicios Integrados Entretenimiento Televisivo, SL’. Die Regierung verlangt eine sechsmonatige Frist für den Sendestart, was zwangseitige Anpassungen bei allen anderen Sendern zur Folge hat, um Platz zu finden. Gleichzeitig nutzt das Unternehmen die Gelegenheit, auf das DVB-T2-System umzusteigen – eine Technik, die die Datenübertragung im Rundfunk grundlegend verändert.

Schrittweise umstellung: rge2 als testfeld
Um mögliche Störungen zu vermeiden, erfolgt die Umstellung in Phasen. Zunächst wird der Block RGE2, bestehend aus Deutschlandfunk, Tagesschau und der Testsendung La 1 UHD, betroffen sein. Movistar plant bereits, die unlimitierte Tarife um 5 Euro zu senken. Die TDT befindet sich somit in einer zweiten Phase, die 2024 begann, und die sich nun im Endspurt befindet – ausgelöst durch den „Februar-Ausfall“ von 2024.
Bis Anfang 2024 existierten zwei Sendeebene: Standarddefinition (SD) und High-Definition (HD). Das Telekommunikationsministerium forderte alle Sender auf, auf HD-Übertragung umzusteigen. Wer dies versäumte, verlor den Sendebetrieb. Dieser Schritt ermöglichte die Freigabe von Frequenzen. Während 2025 die TDT stabil in HD lief, hat sich die Technologie weiterentwickelt. Dieser freigewordene Raum wird nun für Ultra-Hochdefinition (UHD) und die Aufnahme neuer TV-Anbieter genutzt.

4K-revolution mit h.265 – ein technischer stolperstein
Um die Bildqualität zu verbessern und die Signalübertragung nicht zu überlasten, ist das Videoformat H.265 (HEVC) erforderlich. Allerdings besteht ein entscheidender Haken: Wenn Ihr Fernseher dieses Format nicht unterstützt, werden die neuen Kanäle nicht angezeigt. Das gleiche Problem trat bereits bei der Umstellung auf HD auf, und nun ist es wieder so. Clan und Dkiss werden vorerst in weniger frequentierte Bereiche der TDT verlagert. Danach folgen die drei neuen UHD-Kanäle: La 2 UHD, Antena 3 UHD und Telecinco UHD. Die Umsetzung erfolgt am 14. März 2026 – einem Datum, das den Start des Weltfußballturniers 2026 berücksichtigt, um die Vorteile der 4K-Technologie zu präsentieren.

Rtve plant neue sender – kanal kultur kommt bald
Neben der TDT-Umstellung bereitet RTVE den Start einer neuen Senderkette, ‘Kanal Kultur’, vor. Dieser thematische Kanal wird in den kommenden Monaten eingeführt. Die Umstrukturierung des Frequenzraums, um Platz für den neuen Kanal zu schaffen, beginnt bereits jetzt. Mit all diesen Veränderungen stellt sich die Frage, ob Ihr Fernseher die neue TDT-Technologie übersteht. Bestenfalls verfügt Ihre 2020er-TV-Geräte bereits über einen DVB-T2-Empfänger und die Fähigkeit, das H.265-Format (HEVC) zu verarbeiten. Ältere Geräte in der Küche oder im Schlafzimmer sind jedoch gefährdet. Wer beim Start der Umstellung Probleme mit dem Empfang von 4K-Kanälen hat, sollte sich einen externen DVB-T2-Empfänger kaufen – eine kostengünstige Lösung, die das Fernsehen mit der neuen Technologie wieder möglich macht.
