Laliga hält piraten-blockade am laufenden – iptv-boom vor dem wm-finale

Die Fußball-Liga LaLiga hat ihre aggressive Piratenjagd auf Online-Anbieter nicht aufgegeben. Selbst kurz vor dem Fußball-Weltmeisterschaftsfinale in Katar setzt Javier Tebas’ Organisation weiterhin auf die Sperrung von IP-Adressen. Die jüngsten Maßnahmen sind alarmierend und werfen Fragen nach der Ausweitung des Zugangs zu legalen Fußballübertragungen auf.

Weitere ip-blockaden nach saisonende – iptv-szene weiterhin aktiv

Tebas' Liga hat seit Februar 2025 systematisch IP-Adressen blockiert, die offenbar für illegale Fußballübertragungen missbraucht werden. In Spitzenzeiten, wie am vergangenen Samstagabend, brach die Zahl der betroffenen Websites in die Tausende. Bereits im Dezember 2024 hatte ein Gericht LaLiga die Fortsetzung dieser Blockaden gestattete, basierend auf einem bestehenden Lizenzvertrag mit Telefónica. Die Auseinandersetzung dauert länger als erwartet – und die Piraterie scheint unaufhaltsam.

Die jüngste Offensive, die auch kurz vor Ende der Saison 2025/26 mit einem deutlichen Anstieg der Blockaden einherging, zeigt, dass die Liga weiterhin bereit ist, auch legale Anbieter ins Visier zu nehmen. 29 Verdächtige wurden festgenommen, 169 Websites wurden geschlossen – die Auswirkungen auf die Nutzer sind erheblich.

Keine entwarnung für legale anbieter

Keine entwarnung für legale anbieter

Es gibt keine Anzeichen dafür, dass LaLiga ihre Strategie ändern wird. Die Liga plant, die Blockaden auch nach dem Ende der Saison 2025/26 fortzusetzen – zumindest bis zum Vertragsende im Juni 2026. Einige Monate Trost, dann wieder die Blockade-Maschinerie. Die aktuelle Ausrichtung auf die Bekämpfung der Piraterie wird somit mindestens ein weiteres Jahr fortgesetzt.

Die Entscheidung des Gerichts, LaLiga bis zum Vertragsende mit Telefónica die Blockierung von IP-Adressen zu erlauben, ist ein klares Signal. Die Liga scheint fest entschlossen, jegliche Möglichkeit der illegalen Übertragung von LaLiga-Spielen zu unterbinden – auch wenn dies legitime Anbieter beeinträchtigt.

Die Lage ist komplex. Während LaLiga ihre Bemühungen zur Bekämpfung der Piraterie fortsetzt, bleibt die IPTV-Szene aktiv und sucht nach neuen Wegen, um kostenlose Übertragungen anzubieten. Die Wettlaufsituation zwischen Liga und illegalen Anbietern ist ein permanentes Katz-und-Maus-Spiel.