Zitternde märkte: us-iran-streit belastet investoren – ölpreise steigen trotz unsicherheit

Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran liefern widersprüchliche Signale: Aktien und Anleihen in asiatischen Märkten geben leicht nach, während der Ölpreis steigt. Die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten haben das Vertrauen der Anleger erschüttert.

Volatile lage: geostrategische risiken überschatten die wirtschaft

Die asiatischen Aktienmärkte brachen nach einer zwei Tage dauernden Rallye ein, nachdem die Unsicherheit über den Verlauf der Gespräche zwischen Washington und Teheran zunahm. Der MSCI-Index für die Region fiel um 1,3 %, was die Sorge der Anleger über steigende Energiekosten und eine mögliche Verlangsamung des Wirtschaftswachstums widerspiegelt. Auch Technologieaktien litten unter den Nachrichten, nachdem Google neue Fortschritte in der künstlichen Intelligenz für Sprachmodelle bekanntgegeben hatte.

Die Situation verschärft sich zusätzlich durch interne Konflikte innerhalb der BRICS-Staaten. Der Iran drängt auf eine Verurteilung der US-Angriffe auf iranische Infrastruktur in Isfahan. Gleichzeitig hat die US-Regierung eine verstärkte Militärpräsenz in der Region angekündigt, was Befürchtungen vor einer möglichen Invasion auslöst. Die Bedrohung durch den Schifffahrtsverkehr im Persischen Golf, insbesondere im Schahbahar-Durchfahrt, belastet die globalen Lieferketten.

Der Ölpreis reagierte auf die politische Instabilität mit einem deutlichen Anstieg. Brent-Rohöl legte um 2,2 % auf etwa 104,50 Dollar pro Barrel zu, nachdem es zuvor Verluste erlitten hatte. Analysten wie Larry Fink von BlackRock warnen vor einem möglichen Anstieg des Ölpreises auf 150 Dollar, sollte der Konflikt eskalieren. „Wenn der Iran weiterhin eine Bedrohung darstellt, werden wir den Ölpreis bei 150 Dollar sehen. Es wird eine Rezession geben.“

Die steigenden Ölpreise beeinflussten auch den Anleihemarkt. Die Rendite von 10-jährigen US-Staatsanleihen stieg um drei Basispunkte auf 4,36 %, was die Erwartung einer weiteren Straffung der Geldpolitik durch die US-Notenbank befeuert. In Japan und Australien fielen die Anleihenkurse ebenfalls.

Die Märkte zeigen sich zunehmend skeptisch gegenüber den Versuchen der USA, eine Deeskalation zu erreichen. Teheran zeigt wenig Bereitschaft zu Zugeständnissen, und ein Versuch Washingtons, indirekte Gespräche zu initiieren, wird von Teheran als unrealistisch abgelehnt. Die Besorgnis über die Stabilität des Schahbahar-Straffes, ein vitaler Schifffahrtsweg für den Öltransport aus dem Nahen Osten, verschärft die Unsicherheit weiter. Der iranische Parlaments arbeitet an einem Gesetz, das Gebühren für Schiffe einführen würde, die sicher durch den Schahbahar-Durchgang passieren wollen.

Die Realität, dass die USA einen militärischen Konflikt möglicherweise vorbereiten, hat die globalen Märkte in Alarmbereitschaft versetzt. Die Welt wartet gespannt auf den nächsten Zug, während die Volatilität wahrscheinlich anhalten wird.