Wall street-strategen trot optimistisch – trotz tech-crash und zinsdruck

Nach einer turbulenten Woche, in der die Technologieaktien massiv unter Druck gerieten und der Nasdaq 100 um fast fünf Prozent fiel, halten Wall-Street-Experten weiterhin den Kopf hoch. Der Absturz wurde als notwendige Korrektur im aktuellen Aufwärtstrend gesehen, der allerdings weiterhin auf soliden Fundamenten ruht.

Skeptische einschätzungen werden von optimismus überlagert

Skeptische einschätzungen werden von optimismus überlagert

Die jüngste Marktbewegung, ausgelöst durch steigende Renditen an den Anleihemärkten und einen starken Arbeitsbericht, sollte die Erwartung widerspiegeln, dass die US-Notenbank die Zinsen erneut anheben wird. Doch Morgan Stanley und Citigroup bleiben optimistisch. Mike Wilson von Morgan Stanley prognostiziert für das kommende Jahr einen S&P 500-Kurs von 8.000 Punkten, gestützt auf eine breite Revision der Gewinnprognosen und positive Makroökonomiedaten.

Scott Chronert von Citigroup schraubt die Zielmarke für den S&P 500 auf 8100 – ein potenzieller Aufwärtssatz von 9,7 Prozent. Es gilt, die Konzentration von Investitionen in Halbleiter- und Speichertechnologien zu reduzieren, betont Wilson. Sektorale Schwerpunkte wie zyklische Unternehmen werden dabei als besonders vielversprechend eingestuft.

Die Strategen betonen, dass sich der Markt selten so stark und schnell wie seit den Tiefpunkten im März entwickelt hat. Eine Korrektur, wie sie am vergangenen Wochenende beobachtet wurde, war daher – und das ist ein wichtiger Punkt – eher als eine gesunde Abkühlung zu betrachten. Die bisherige Rallye, angetrieben von der Künstlichen Intelligenz, hat sich nun verlangsamt, und es ist an der Zeit, die Weichen für eine nachhaltige Kurssteigerung zu stellen.

Die Einschätzung der Experten steht im Kontrast zu den Befürchtungen einiger Analysten, die auf eine mögliche Rezession hindeuten. Doch die Bilanzzahlen der Unternehmen zeigen weiterhin eine beeindruckende Leistungsfähigkeit, die die positiven Erwartungen untermauert.