Valve steam machine: teureres als ein gaming-pc?
Die jüngsten Tests der Valve Steam Machine haben die bereits bestehenden Zweifel an der Konkurrenzfähigkeit der Konsole bestätigt. Experten wie Zack Zwiezen von Kotaku sind sich einig: Für den Preis bekommt man deutlich mehr Leistung von einem PC oder aktuellen Konsole.
Ein teures experiment mit begrenzten perspektiven
Obwohl die Abschied von physischen Medien von Sony den PC-gaming zwingt, zur neuen gaming-Elite aufzusteigen, hat die Steam Deck von Valve nicht das gleiche Maß an Erfolg erzielt. Kritiken über den hohen Preis sind laut und die Steam Machine scheint im Vergleich zu PlayStation 5 und Xbox Series X|S deutlich unterzuperformen. Die Testergebnisse zeigen, dass die angebotene Leistung kaum überzeugen kann.
Zwiezen testete 25 verschiedene Spiele – von AAA-Titeln wie Cyberpunk 2077 bis hin zu Indie-Produkten. Dabei wurden die Spiele in der Standardkonfiguration mit 1080p und 4K-Skalierung getestet. Das Ergebnis? Ein Ergebnis, das weit entfernt von einem zufriedenstellenden Erlebnis ist. Cyberpunk 2077 zeigte zwar mit durchschnittlich 60 Bildern pro Sekunde und mittleren Grafikeinstellungen mit einigen hohen Optionen eine gewisse Stabilität, aber selbst hier blieb die Qualität hinter den Erwartungen zurück.

Indie-spiele als rettende patrone
Titel wie The Last of Us Part II Remastered, DOOM: The Dark Ages, Elden Ring, Hades 2, Overwatch und Fallout 4 liefen flüssig, aber auch hier fehlte die nötige Wow-Faktor. Besonders auffällig war die geringe visuelle Differenz zu einer PlayStation 5 bei Overwatch, was die Frage aufwirft, ob sich der hohe Preis wirklich lohnt.
Tiny Terry’s Turbo Trip, Peak, Vampire Crawlers und Megabonk hingegen zeigten sich unproblematisch und nutzten das kompakte Format der Maschine optimal. Diese Indie-Titel, die weniger anspruchsvolle Grafikleistung benötigen, sind der einzige Bereich, in dem die Steam Machine ihre Stärken ausspielen kann. Doch selbst hier ist die Leistung nicht mit der von etablierten Konsole zu vergleichen.

Der game pass-vergleich – ein weiterer schatten
Währenddessen kämpft Microsoft mit sinkenden Zahlen im Game Pass. Im Vergleich zu zwei Jahren zuvor hat der Dienst nur noch vier Millionen Nutzer. Ein deutliches Zeichen dafür, dass die Konkurrenz im gaming-Bereich hart ist und dass eine solide Basis allein nicht ausreicht, um erfolgreich zu sein.

Fazit: ein teures hobby für technik-enthusiasten
Die Steam Machine verfügt über ein ansprechendes Hardware-Design, aber der Preis von rund 1.000 Euro macht sie für die meisten Nutzer unerschwinglich. Für den Preis bekommt man entweder einen deutlich leistungsstärkeren PC oder eine Konsole der aktuellen Generation – eine Investition, die sich eindeutig lohnt. Die Steam Machine bleibt somit ein teures Experiment, das sich vornehmlich Technik-Enthusiasten richtet, die bereit sind, für die Möglichkeit sind, Spiele auf der googelnden Konsole zu spielen. Es ist ein interessantes Konzept, aber leider ist es aktuell nicht wettbewerbsfähig.
