Usb4: verwirrung ade? der neue standard entpackt
Wer heute einen neuen Laptop, Smartphone oder Smart-TV kauft, wird mit einer Vielzahl von USB-C-Anschlüssen konfrontiert. Doch hinter der einheitlichen Form verbirgt sich ein Dschungel aus Standards, der selbst Technikexperten vor Rätsel stellen kann. Besonders tückisch: USB4, der aktuell schnellste Standard, der leicht mit älteren Varianten verwechselt wird. Wir klären auf, was Sie wissen müssen, um nicht auf die Nase zu fallen.
Die usb-c-falle: geschwindigkeit ist nicht gleich geschwindigkeit
Lange Zeit war die Auswahl eines USB-C-Kabels eine Formsache. Einfach eines aus der Schublade nehmen oder das günstigste im Laden kaufen – fertig. Doch die Zeiten ändern sich. Mit der Einführung immer neuer Standards und Technologien, die alle das gleiche Format nutzen, ist die Entscheidung zunehmend komplexer geworden. Das Problem: Die USB-C-Buchse täuscht. Wer regelmäßig große Dateien transferiert, Geräte schnell aufladen oder hochwertige Videos streamen möchte, sollte sich dringend informieren, um kostspielige Fehler zu vermeiden. Denn nicht alle kabel sind gleich – und USB4 ist der aktuelle Spitzenreiter.
USB4 baut auf dem Vorgänger USB 3.2 Gen 2x2 auf und bietet eine signifikante Leistungssteigerung. Basierend auf der Thunderbolt 3 Technologie garantiert er Übertragungsraten von 20 Gbit/s oder sogar 40 Gbit/s. Das erlaubt blitzschnelle Datenübertragungen und eine effiziente Stromversorgung von Laptops mit bis zu 100 Watt oder sogar 240 Watt (EPR). Und das Beste: USB4 kann Daten (USB), Video (DisplayPort) und PCIe-Traffic gleichzeitig verarbeiten – ein echter Allrounder für anspruchsvolle Nutzer.
Ein weiteres Highlight ist USB4 v2, die Nachfolgeversion aus dem Jahr 2022, die mit satten 80 Gbit/s oder sogar 120 Gbit/s und Unterstützung für 6K- oder 8K-Displays punktet. Es scheint, als ob der USB-IF mit USB4 versucht, endlich Ordnung in das Durcheinander der Standards zu bringen und klare Potenziale aufzuzeigen.

So erkennen sie ein usb4-kabel und vermeiden frustration
Die Identifizierung eines USB4-Kabels kann zunächst eine Herausforderung sein. Der Schlüssel liegt im genauen Lesen der Kennzeichnungen. Achten Sie auf Beschriftungen wie “USB 40 Gbps” oder “USB 80 Gbps”. Oft findet man auch das Dreizack-Symbol (Trident) in Kombination mit dem USB-Logo und der Geschwindigkeit. Ein Hinweis auf die Leistungsfähigkeit sind Angaben wie “100W”, “140W” oder “240W (EPR)”, während Thunderbolt-Kompatibilität durch das kleine Blitz-Symbol gekennzeichnet ist.
Vertrauen Sie auf etablierte Marken wie Anker, Belkin oder Cable Matters. Noch wichtiger: Achten Sie darauf, dass die kabel von USB-IF zertifiziert sind und über E-Marker-Chips verfügen. Diese Chips ermöglichen eine zuverlässige Erkennung der tatsächlichen Leistungsfähigkeit des Kabels und verhindern so Engpässe. Das Ergebnis: Maximale Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit.
USB4 ist derzeit die schnellste und zuverlässigste Option auf dem Markt. Ob Sie Daten zwischen PCs austauschen, externe Festplatten nutzen oder hochauflösende Inhalte streamen – USB4 liefert die Geschwindigkeit, die Sie benötigen. Und mit einem Blick auf das entsprechende Symbol und die angegebene Geschwindigkeit in Gbit/s ist die Auswahl kein Problem mehr. Die Zeit der zufälligen Kabelkäufe ist vorbei – willkommen in der Ära der informierten Entscheidung.
