Trump-irán: ölpreise explodieren – märkte kaum zu beruhigen
Die Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zu dem Konflikt mit dem Iran haben die Ölmärkte in eine Achterbahnfahrt gestürzt. Die Kurse für Brent und West Texas Intermediate (WTI) sind in schwindelerregender Höhe gestiegen, getrieben von der anhaltenden geopolitischen Unsicherheit.

Trump verschärft die rhetorik – märkte reagieren mit besorgnis
Die Rallye der Ölpreise begann bereits vor dem eigentlichen Auftritt Trumps, als Händler mit einer Eskalation des Konflikts rechneten. Doch Trumps Rede lieferte keine klaren Antworten auf die Frage, wann der Krieg enden könnte. Stattdessen warnte er vor einer „extrem harten“ Reaktion in den nächsten zwei bis drei Wochen und drohte mit einer weiteren Eskalation, einschließlich Angriffen auf kritische Infrastruktur.
Der Brent-Preis, der in Europa als Referenz dient, stieg am Donderdag um satte 7,63 %, während das Rohöl WTI um 6,2 % zulegte. Diese Sprünge folgten auf eine anfängliche Abschwächung der Ölpreise am Mittwoch, als Marktteilnehmer auf eine mögliche Eskalationsbereinigung gehofft hatten. Die Angst vor einer anhaltenden Unterbrechung der Ölversorgung durch den Schyap der Straße von Hormus, einem globalen Engpass, verschärfte die Situation.
Experten wie Dan Pickering von Pickering Energy Partners sehen in Trumps aggressivem Ton eine deutliche Abkehr von früheren Erwartungen. Er prognostiziert, dass eine Normalisierung des Ölflusses nach einem längeren Konflikt Monate dauern könnte. „Der Markt passt sich jeden Tag an“, kommentiert Pickering.
Claudio Galimberti von Rystad Energy sieht jedoch auch Lichtblicke: Trumps Äußerungen könnten die Erwartungen an eine relativ schnelle Deeskalation etwas nach unten korrigieren. Allerdings bleibt die Wiederherstellung der Versorgungssicherheit im Schyap von Hormus von Sicherheitsgarantien, Versicherungsabdeckungen und einem Wiederaufbau des Vertrauens abhängig. Der Markt wird die kommenden Wochen intensiv beobachten, um die Richtung der Entwicklung einzuschätzen.
Die Gefahr einer weiteren Eskalation ist real. Trump ließ offen, ob er über die militärischen Ziele hinausgehen würde und warnte vor einer möglichen Ausweitung der Angriffe auf iranische Ölförderanlagen. Die Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung hält die Märkte in Atem. Die kommenden Tage werden zeigen, ob Trumps Drohungen tatsächlich umgesetzt werden – und welche Folgen dies für die weltweite Energieversorgung hat.
Der Preis für Brent-Öl liegt nun bei rund 107,73 US-Dollar pro Barrel, während WTI bei 106,38 US-Dollar notiert. Eine volatile Situation, die die kommenden Wochen prägen wird.
