Trump greift spanien erneut an: „verlierer“ und otan-feind?
Washington – US-Präsident Donald Trump hat seinen Angriff auf die spanische Regierung fortgesetzt. In einem Telefoninterview mit dem "New York Post" bezeichnete er Spanien als "Verlierer" und warf dem Land vor, gegenüber der NATO „sehr feindselig“ zu sein. Der Vorwurf: Spanien verweigere die Nutzung der Militärbasen Rota und Morón de la Frontera für Angriffe in den Iran.

Trump droht mit vergeltungsmaßnahmen
„Wir haben viele Gewinner, aber Spanien ist ein Verlierer“, so Trump. Er wiederholte seine Kritik, dass die Regierung von Pedro Sánchez der einzige NATO-Verbündete sei, der sich weigere, 5 % des Bruttoinlandsprodukts in die Verteidigung zu investieren. Als Reaktion auf die Ablehnung der Basisnutzung kündigte Trump Repressalien an.
Sánchez konterte prompt. Er warnte, Spanien werde sich nicht von Trumps Handelsbedrohung einschüchtern lassen. „Sie sind sehr feindselig mit allen“, sagte der spanische Premierminister. „Sie sind kein Teamplayer, und wir werden es auch nicht sein.“ Die spanische Regierung hatte zuvor mit dem Abbruch aller Handelsbeziehungen gedroht.
Die Eskalation der Spannungen wirft Fragen nach der Zukunft der transatlantischen Beziehungen auf. Die Frage ist, ob diese öffentlichen Angriffe die militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern langfristig gefährden werden. Die spanische Wirtschaft ist stark vom US-Markt abhängig, und eine weitere Verschlechterung der Beziehungen könnte schwerwiegende Folgen haben. Die diplomatischen Bemühungen zur Deeskalation scheinen derzeit jedoch ins Leere zu laufen.
Die Drohung durch Trump folgt auf eine Reihe von Spannungen in den letzten Monaten. Seine wiederholten Kritik an der NATO und seine Forderungen nach höheren Verteidigungsausgaben haben zu erheblichen Verärgerung in Brüssel und bei den Verbündeten geführt. Die Konfrontation mit Spanien zeigt, dass Trump bereit ist, auch mit wichtigen Verbündeten härtere Linie zu fahren.
Die spanische Regierung hat bisher auf Trumps Drohungen mit Entschlossenheit reagiert. Sie betont die Bedeutung der Zusammenarbeit innerhalb der NATO und die Notwendigkeit, die eigenen Interessen zu verteidigen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob sich die Spannungen zwischen Washington und Madrid abmildern lassen.
