Starlink schlägt um: spacex erhöht preise drastisch – mietmodell für antennen

Elon Musks Starlink-Projekt hat in Spanien einen überraschenden und für viele Nutzer unerfreulichen Wendepunkt erlebt. Was einst als kostengünstige Alternative zur herkömmlichen Breitbandversorgung galt, wird nun deutlich teurer – und das auf eine höchst ungewöhnliche Weise.

Neues mietmodell für antennen: ein schlag ins wasser

Neues mietmodell für antennen: ein schlag ins wasser

Die Satellitendatenübertragungsspezialistin von SpaceX, Starlink, hat kürzlich ihre Tarife in Spanien angepasst. Doch der Knall kam nicht durch eine Erhöhung der monatlichen Kosten, sondern durch eine radikale Änderung der Geschäftsmodell. Die Firma hat nun die direkte Kaufmöglichkeit für die notwendige Hardware – Antenne, Router und das dazugehörige Kabel – komplett gestrichen. Stattdessen wird künftig eine monatliche Pauschale für die Nutzung der Geräte erhoben.

Der Preis für diesen sogenannten „Geräte-Mietvertrag“ beläuft sich auf satte 10 Euro pro Monat, zahlbar für die gesamte Lebensdauer des Abonnements. Das bedeutet: Wer sich jetzt für Starlink anmeldet, muss zusätzlich zu den laufenden Verbindungsgebühren dauerhaft 10 Euro pro Monat für die Nutzung der Antenne und des Routers hinzurechnen. Eine kalkulatorische Erhöhung von rund 55,2 Prozent für den Basisplan mit 100 Mbit/s.

Die Auswirkungen sind enorm. Zuvor kostete der Basisplan lediglich 29 Euro pro Monat. Mit dem neuen Modell schlägt die Maut für die Antenne und den Router ins Wasser. Die Zwischenstufe mit 200 Mbit/s wird von 55 Euro auf 75 Euro pro Monat erhöht. Selbst der schnellste Plan mit 400 Mbit/s kostet nun 95 Euro – ein deutlicher Anstieg gegenüber den bisherigen Konditionen.

Frühere Investitionen verpuffen

Das Modell ist besonders bitter für Nutzer, die bereits vor der Änderung aktiv waren und die Antenne und das benötigte Zubehör gekauft haben. Diese frühere Investition wird durch den Mietvertrag quasi komplett zunichte gemacht. Nutzer, die bereits vor 2022 die Hardware erworben hatten, sind von den neuen Tarifen nicht betroffen – ein kleines Trostpflaster in der Situation.

Ein weiterer Faktor verstärkt den Druck: Spanien war einer der ersten Märkte, auf denen Starlink seine Dienste anbot. Die Preise waren hier von zunächst 99 Euro auf 40 Euro gesunken, bevor sie dann auf 29 Euro pro Monat reduziert wurden. Nun scheint dieses sinkende Modell endgültig Geschichte zu sein.

Amazon am Start

Die Situation ist umso kritischer, da auch andere Anbieter, wie beispielsweise Amazon mit seinem Satellitenprojekt Leo, ähnliche Strategien verfolgen könnten. Die Konkurrenz im Bereich der Satelliteninternetdienste dürfte in den nächsten Monaten und Jahren deutlich zunehmen – und die Nutzer werden die Augen davor offenhalten.

Fazit

Starlinks Umstellung auf ein Mietmodell für die Hardware stellt einen unerwarteten und für viele Kunden nachteiligen Schritt dar. Die deutlich höheren Kosten und die Einschränkung der Flexibilität werden die Akzeptanz des Services in Spanien zweifellos beeinträchtigen.