Ram-apokalypse: pc-markt am kipppunkt – lenovo warnt vor dauerhaftem preisschwung

Die Speicherpreise explodierten im vergangenen Jahr – und das ist erst der Anfang. Seit 2025 sind RAM und SSDs zu astronomischen Summen geworden, was das Aufrüsten eines Gaming-PCs zu einer finanziellen Odyssee macht. Experten sprechen von einer Stabilisierung ab 2030, doch Lenovo droht mit einer düsteren Prognose: Die Zeiten der niedrigen Preise sind vorbei.

Die zukunft ist teuer – und das wird sie bleiben

Die zukunft ist teuer – und das wird sie bleiben

Lenovo sieht das Problem nicht als vorübergehenden Hype. Die Preispiraten werden zwar nachlassen, doch die Hardware wird nie wieder die erschwinglichen Zeiten von vor der exponentiellen Preissteigerung erleben. Ein 16-GB-RAM-Kit für Windows 11 ist längst eine Rarität – Microsoft räumt ein, dass 8 GB mehr als ausreichend sein sollten. Aber warum steigen die Preise für PC-Komponenten überhaupt nicht mehr zurück?

Der Grund liegt in der globalen Nachfrage, die durch den Aufstieg der künstlichen Intelligenz (KI) befeuert wird. Die Industrie muss sich anpassen, und traditionelle Wege, wie wir sie kennen, funktionieren nicht mehr. Viele Entwickler setzen verstärkt auf GPUs, da diese eine höhere Effizienz bei der Skalierung der CPU-Speicherkapazität bieten. Der ‘RAMageddon’, wie er jetzt genannt wird, ist also noch lange nicht vorbei.

Computer Base sieht die Ursache in den Auswirkungen von Rechenzentren und den Veränderungen in der Halbleiterproduktion. Die Nachfrage nach Speicherchips ist immens und kann von den Herstellern, wie Samsung, SK Hynix und Micron, kaum gedeckt werden. Das Ergebnis: Die Preise bleiben hoch, und der Markt konzentriert sich zunehmend auf den Konsumgüterbereich, während die Industrie sich um die spezifischen Bedürfnisse von Unternehmen und Servern kümmert.

Lenovo prognostiziert, dass die Produktionskapazitäten erst 2028 signifikant steigen werden – ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Erwartungen sind, dass die Preise für RAM nicht die Werte von Anfang 2025 erreichen werden. Für Käufer bedeutet das: Teurere Komponenten und ein dauerhaft höherer Preisniveau für grundlegende Hardware.

Es ist ein Schock für die gesamte Branche. Neben den Speichergeräten werden auch andere Komponenten, wie beispielsweise Laptops, Desktops, Konsolen und Smartphones, von der Knappheit betroffen sein. Die Investitionen in Gaming-PCs werden sich deutlich erhöhen, und die Entscheidung zwischen RAM und GPU wird immer schwieriger. Die Investition in leistungsfähigere Hardware wird nun eine größere Rolle spielen als der Preis. Lenovo warnt: Die Speicherpreise sind die neue Normalität – und das sollte uns alle alarmieren.