Pixel 11: google wechselt zum mediatek-chip – und das ist überraschend

Die Gerüchte haben sich bestätigt: Google plant einen Coup im Pixel-Bereich und verabschiedet sich von der bisherigen Tensor-Strategie. Statt des Tensor G6 setzt das Unternehmen auf einen Mediatek-5G-Modem – und das mit einer überraschenden Begründung.

Der wechsel zum mediatek-chip: ein schritt weg von samsung

Nach jahrelanger Kooperation mit Samsung, der auch die 7nm-Shannon A5123-Modems für die Pixel 6er lieferte, will Google nun auf MediaTek umsteigen. Die Berichte über Probleme mit der Konnektivität bei Pixel 6 Pro Nutzern, die auf das Exynos-Modem zurückgeführt werden konnten, dürften hierbei eine entscheidende Rolle spielen. Die Entscheidung, den Snapdragon-Konkurrenten komplett aus dem Pixel-Ökosystem zu verdrängen, ist somit ein klares Zeichen für eine Neuausrichtung.

Mystic Leaks hat nun Details zum Grafikprozessor des Pixel 11 geliefert: Google wird auf die Imagination/PowerVR C-Series CXTP-48-1536 GPU setzen – eine Karte, die bereits 2021 auf den Markt kam. Allerdings soll es sich um eine modernisierte Version handeln, die dank nativem Vulkan 1.4 Support höhere Bildraten und flüssigere Animationen verspricht. Diese Anpassung soll vor allem dazu dienen, Platz für größere CPU- und NPU-Upgrades zu schaffen. Eine kluge Strategie, betrachtet man die aktuellen Entwicklungen im Bereich künstlicher Intelligenz.

Gpu-update: optimierung statt innovation

Gpu-update: optimierung statt innovation

Während einige Analysten von einer revolutionären GPU-Neuerung ausgehen, scheint Google hier konservativer zu sein. Das Ziel ist eine Optimierung des Designs, um die Leistung des Tensor G6 zu steigern und gleichzeitig den Energieverbrauch zu senken. Die Entscheidung, die 2nm Fertigung zu nutzen, ermöglicht eine Übertaktung der CPU und GPU, ohne dass die Kühlung zu einem Engpass wird. Es geht also weniger um eine bahnbrechende Grafikkarte, sondern um eine intelligente Verbesserung der bestehenden Technologie. Ein pragmatischer Ansatz, der im Hinblick auf die zunehmenden Anforderungen an die KI-Verarbeitung durchaus sinnvoll erscheint.

Die Tensor G6-Prozessor-Architektur selbst verfügt über sieben Kerne – eine ungewöhnliche Konfiguration. Der chip bietet einen ARM C1 Ultra Prime Core mit 4,11 GHz, vier C1-Pro Performance Cores mit 3,38 GHz und zwei C1-Pro Efficiency Cores mit 2,65 GHz. Obwohl der Tensor G6 auf den ersten Blick hinter den A-Serie-Chips von Apple und den Snapdragon 8 Elite Modellen zurückbleibt, profitiert Google von einer stärkeren Kontrolle über das Design der eigenen SoC-Chips. Die Produktion erfolgt nun bei TSMC, einem führenden Halbleiterhersteller – ein weiterer Schritt weg von der Abhängigkeit von Samsung.

Google plant, die Ergebnisse der I/O 2026 am 19. und 20. Mai zu präsentieren, wobei der Fokus auf der Pixel 11-Serie liegen wird. Die erste Veröffentlichung soll voraussichtlich im August folgen. Die Marktdurchdringung der Pixel-Geräte in den USA hat in den letzten Monaten deutlich zugelegt – derzeit erreichen sie einen Marktanteil von rund 7% im Premium-Segment. Ein Erfolg, der auf die hochwertigen Fotos und die schnelle Updates zurückzuführen ist. Und wer die Google Assistant-Integration hinterfragt, der sollte sich dem Gemini-System zuwenden – die Zukunft der Sprachsteuerung bei Google.