Openai verschärft sicherheit für chatgpt – agenten und websuche im visier

OpenAI hat die Sicherheitsmaßnahmen für ChatGPT massiv erhöht. Ab sofort sind sämtliche Nutzerkonten – inklusive der kostenlosen Varianten Go, Plus und Pro sowie die Business-Versionen – von der neuen 'Blockierungsmodus' betroffen. Eine längst angekündigte, aber bisher restriktive Funktion, die nun endlich die digitale Welt vor potenziell gefährlichen Angriffen schützen soll.

Neubeginn für chatgpt: funktionen unter lockdown

Neubeginn für chatgpt: funktionen unter lockdown

Die Einführung erfolgte schrittweise und soll einige Wochen dauern. Seit Februar 2026 war der Blockierungsmodus lediglich für eine ausgewählte Gruppe von Sicherheits-Anwendern reserviert. Nun wird er für alle verfügbar gemacht – mit dem klaren Ziel, die Oberfläche für böswillige Angriffe wie bösartige Prompt-Injectionen und den Versuch der Extraktion sensibler Daten über externe Verbindungen drastisch zu reduzieren. Die Konsequenz: Zahlreiche Funktionen, die auf Internetzugang oder externe Dienste angewiesen sind, werden entweder komplett deaktiviert oder stark eingeschränkt.

Navigation im Web wird nun ausschließlich auf gecachte Inhalte beschränkt. Das ‘Deep Thinking’ für anspruchsvolle Recherchen sowie der leistungsstarke Agent, ein Werkzeug zur Automatisierung komplexer Aufgaben, sind ausgefallen. Auch der Zugriff auf Bilder, die direkt aus dem Internet bezogen werden, sowie die Verbindung von Code, der über Canvas generiert wurde, ist untersagt. OpenAI betont, dass diese Schutzmaßnahmen das Risiko von schädlichem Inhalt nicht vollständig eliminieren.

Ein hochgeladenes Dokument oder eine gecachte Seite könnten beispielsweise Anweisungen enthalten, die das Verhalten der KI manipulieren. Nutzer können die Funktion über die ‘Einstellungen’, im Bereich ‘Sicherheit’ aktivieren. OpenAI kündigt zudem den Rollout der ‘Aktiven Sitzungen’ an, die es Nutzern ermöglichen, den Zugriff auf ihre Konten von verschiedenen Geräten aus zu verfolgen, die Sitzung aus der Ferne zu beenden und den genutzten Browser oder Gerät einzusehen. Diese Funktion, die allerdings nicht für alle Business-Konten verfügbar ist, wird in den kommenden Wochen für die Mehrheit der Nutzer freigeschaltet.

Die Strategie von OpenAI ist unmissverständlich: Die Sicherheit von ChatGPT wird priorisiert. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Maßnahmen langfristig auf die Funktionalität und die Nutzererfahrung auswirken werden. Ein Schritt in die richtige Richtung, auch wenn er die Flexibilität der KI-Plattform einschränkt – und das ist bei der aktuellen Bedrohungslage wohl unvermeidlich.