Nothing phone (4a) pro: 140-facher zoom verspricht – doch mit abstrichen
Am Rande der Mobile World Congress präsentiert Nothing offiziell das Phone (4a) Pro. Ein solides Mittelklassemodell, das vor allem mit einer ungewöhnlichen Funktion punktet: einem 140-fachen digitalen Zoom. Dieser setzt auf Software statt auf optische Vergrößerung – was natürlich Kompromisse bei der Bildqualität bedeutet.
Midrange mit high-end-ambitionen
Das Phone (4a) und das Phone (4a) Pro unterscheiden sich in einigen Kernpunkten. Während das Basismodell den Snapdragon 7s Gen 4 verbaut, kommt die Pro-Variante mit dem leistungsstärkeren Snapdragon 7 Gen 4. Qualcomm-Chips dieser Klasse bieten zwar nicht die Performance der Top-Modelle, ermöglichen aber eine preisgünstigere Alternative.
Die Rechenleistung soll beim Pro-Modell um bis zu 27 % zunehmen, die Grafik um etwa 30 %. Zudem bietet es schnelleren LPDDR5X-Speicher und UFS 3.1-Speicher. Die Akkukapazität bleibt mit 5.080 mAh gleich, ebenso die Ladegeschwindigkeit von 50 W – eine Ladung auf 60 % dauert etwa dreißig Minuten.

Display und kamera: unterschiedliche schwerpunkte
Das Phone (4a) Pro überzeugt mit einem 6,83-Zoll 1,5K AMOLED-Display mit 144 Hz Bildwiederholrate und einer Helligkeit von bis zu 5.000 Nits. Das Basismodell hingegen bietet ein 6,78-Zoll Display mit 120 Hz und 4.500 Nits. Die beiden Modelle teilen sich die 50-MP-Hauptkamera, aber das Pro-Modell kommt mit einem 1/1,56-Zoll-Sensor des Typs Sony LYT700C, der für eine besonders präzise Farbwiedergabe sorgt.
Der 3,5-fache optische Zoom des Pro-Modells wird durch den digitalen Zoom bis zu 140-fach ergänzt – eine beeindruckende, aber eben auch limitierte Funktion. Die Ultraweitwinkelkamera des Basismodells ist mit 8 MP ausgestattet, während das Pro-Modell eine 32-MP-Frontkamera besitzt. Beide Geräte bieten KI-gestützte Funktionen für die Bildverarbeitung.
Design und software: glyph-matrix im fokus
Nothing setzt sein charakteristisches Design fort. Das Phone (4a) verfügt über eine Glyph-Bar mit 63 mini-LEDs, die Benachrichtigungen und Alarme anzeigen oder als Blitzlicht dienen können. Das Pro-Modell hingegen bietet eine Glyph-Matrix mit 137 LEDs – ein deutlich aufwendigeres System. Das Pro bietet zudem eine IP65-Zertifizierung für Staub- und Wasserdichtigkeit, während das Basismodell IP64 bietet.
Als Betriebssystem kommt Android 16 mit der neuesten Version der Nothing OS 4.1 zum Einsatz, die ein neues Design und ein KI-Dashboard bietet. Nutzer können sich auf drei Jahre Android-Updates und sechs Jahre Sicherheitsupdates freuen.
Preis und verfügbarkeit
Das Phone (4a) startet bei 349 € (~405 $), das Phone (4a) Pro ist ab 499 $ erhältlich. Die Verkäufe des Pro-Modells beginnen am 27. März.
Mit dem 140-fachen digitalen Zoom positioniert sich Nothing als Innovator, doch die Qualität dieser Vergrößerung wird sicherlich nicht mit optischen Zoomlösungen mithalten können. Trotzdem ist es ein interessanter Ansatz, der die Möglichkeiten moderner Smartphone-Kameras auslotet.
Die Entscheidung für das eine oder andere Modell hängt letztendlich von den individuellen Bedürfnissen und dem Budget ab. Wer Wert auf maximale Flexibilität legt und bereit ist, dafür zu zahlen, wird dem Pro-Modell eine Chance geben.
Die Zukunft der Smartphone-Fotografie wird weiterhin von Software-Innovationen geprägt sein, und Nothing ist mit dem Phone (4a) Pro ein interessantes Beispiel dafür.
