Meta kündigt 15.800 stellen – ki-fokus verschärft den druck
TechnologieRiese Meta bereitet sich
auf einen tiefgreifenden Wandel vor: Die Aktie stürzte nach der Bekanntgabe von geplanten Entlassungen, die das Unternehmen im Kern erschüttern. Die Firma will sich voll und ganz auf künstliche Intelligenz (KI) konzentrieren, was mit erheblichen Personalabbau verbunden ist.
Meta setzt auf ki – und schrumpft gleichzeitig seine belegschaft
Laut Informationen von Bloomberg, die von The Verge weiterverbreitet wurden, plant Meta, etwa 15.800 Mitarbeiter zu entlassen – ein Viertel der gesamten Belegschaft. Diese Maßnahme folgt auf kürzere Entlassungen im Bereich Reality Labs, der Abteilung für Virtual und Augmented Reality, die bereits unter dem Fokus-Wechsel gelitten hat.
Die Entlassungen sollen sich auf verschiedene Bereiche erstrecken, darunter Marketing und Softwareentwicklung – alles, was nicht direkt mit KI zu tun hat. Die Social-Media-Plattformen selbst sollen verschont bleiben, da sie als Testfeld und Implementierungsplattform für KI-Anwendungen dienen.
Die Entscheidung ist kein Zufall. Meta hat in den letzten Monaten Milliarden in KI-Infrastruktur, Talentakquise und Akquisitionen wie MoltBook investiert. Diese massive Investition führt nun zu Kürzungen, die vor allem die Mitarbeiter treffen.
Die Entlassungen wären die zweitgrößte in der Geschichte von Meta. Bereits im Jahr 2022 wurden 22.000 Stellen abgebaut. Ein Sprecher von Meta bezeichnete die Berichte als „spekulative Thesen“. Die tatsächliche Zahl der Entlassungen könnte also geringer ausfallen.
Die Frage ist, ob dieser massive Schritt in Richtung KI sich auszahlen wird. Meta befindet sich derzeit im Rennen um die Vorherrschaft im KI-Markt, konkurriert mit Playmates wie OpenAI, Google und Microsoft. Die Investitionen sind enorm, aber der Erfolg ist noch ungewiss. Und während die Aktie fällt, zeigt sich einmal mehr: Der Wandel in der Tech-Branche ist selten sanft.
Die neue KI-Strategie wirft auch Fragen auf, insbesondere im Hinblick auf die Nutzung der Meta Quest-Headsets. Berichten zufolge könnten diese Geräte Nutzerdaten in Ländern wie Kenia sammeln – ein Aspekt, der ethische Bedenken aufwirft und die Notwendigkeit einer transparenten Datenpolitik unterstreicht.
Die verbleibenden Mitarbeiter stehen vor der Herausforderung, in einer sich schnell verändernden Landschaft mit den neuen KI-Tools Schritt zu halten. Ob Meta mit diesem strategischen Neuausrichtung langfristig erfolgreich sein wird, bleibt abzuwarten. Die Aktie deutet jedoch auf eine düstere Zukunft hin.
