Künstliche intelligenz in smartphones: verändern fotos unsere erinnerungen?

Die wachsende rolle der ki in smartphone-kameras

Die künstliche Intelligenz (KI) in unseren Smartphones verändert grundlegend, wie wir die Welt sehen und – vielleicht noch wichtiger – wie wir uns an sie erinnern. Moderne Smartphones nutzen KI, um Fotos automatisch zu verbessern, oft ohne dass wir es bewusst bemerken. Dies hat Auswirkungen auf unsere Wahrnehmung und die Art und Weise, wie wir Ereignisse und Personen im Gedächtnis behalten. Der Fokus auf die Kamera ist ein entscheidender Faktor beim Kauf eines Smartphones, oft gleichwertig mit der Akkulaufzeit.

Fotografie und akkulaufzeit: die top-kriterien für smartphone-käufer

Fotografie und akkulaufzeit: die top-kriterien für smartphone-käufer

Viele Hersteller, darunter Xiaomi, Oppo und Vivo, legen großen Wert auf ihre Kamera-Funktionen und bewerben sie aktiv. Das Realme P4 Power beispielsweise zeichnet sich durch eine enorme Akkukapazität von 10.001 mAh aus. Xiaomi plant bereits die Vorstellung der neuen Xiaomi 17 Serie, während Oppo und Vivo mit Modellen wie dem Find X9 Pro und dem X300 Pro aufwarten, die dank Zubehör zu professionellen Kamerasystemen werden können.

Ki-gestützte bildbearbeitung: mehr als nur schönheitsfilter

Ki-gestützte bildbearbeitung: mehr als nur schönheitsfilter

Die neuen Funktionen der KI gehen weit über einfache Schönheitsfilter hinaus. Google Fotos bietet beispielsweise eine Funktion, um Fotos in Memes zu verwandeln. KI-gestützte Radierer ermöglichen es, unerwünschte Personen aus Fotos zu entfernen, und Funktionen wie das Öffnen von Augen können unscharfe Aufnahmen retten. Oppo integriert solche Funktionen bereits in seine neuesten Smartphones.

Die debatte um realismus vs. künstlichkeit

Die debatte um realismus vs. künstlichkeit

Obwohl KI-gestützte Bildbearbeitung unsere Fotos deutlich verbessern kann, gibt es Bedenken hinsichtlich der Authentizität. Ein Bericht der BBC erinnerte an den Vorfall mit Samsung und den umstrittenen Mondfotos im Space Zoom 100x Modus des Galaxy S20 Ultra. Diese Erfahrung wirft die Frage auf, ob unsere Smartphone-Kameras die Realität korrekt wiedergeben oder ob sie unsere Erinnerungen verzerren.

Fotografische berechnung: ein komplexer prozess

Fotografische berechnung: ein komplexer prozess

Zic Attar, ehemaliger Leiter bei Glass Imaging, erklärt den Begriff der „fotografischen Berechnung“. „Beim Drücken des Auslösers werden nicht nur einzelne Bilder aufgenommen, sondern typischerweise zwischen vier und zehn Bilder, oft unter normalen Lichtverhältnissen. Das finale Bild ist ein Zusammenspiel all dieser Aufnahmen“, so Attar. Auch der HDR-Modus (High Dynamic Range) kombiniert mehrere Aufnahmen mit unterschiedlicher Belichtung, um Details in Schatten und Lichtern zu erhalten.

Der schönheitsfilter-effekt und seine folgen

Viele Smartphones verfügen über Schönheitsfilter, die Hautunreinheiten glätten. Während Vivo diese Funktion inzwischen optional gemacht hat, bieten andere chinesische Hersteller sie standardmäßig an. Attar kritisiert dies scharf: „Es ist reine Halluzination. Asiatische Smartphones haben aggressive KI-gesteuerte Funktionen aktiviert. Sie zeichnen Haare nach, wo keine sind, oder fügen Augen hinzu, die in zufälligen Richtungen blicken.“

Kontrolle über die bildgebung: wie man realismus bewahrt

Um sicherzustellen, dass unsere Fotos die Realität möglichst genau wiedergeben, empfiehlt es sich, bestimmte Einstellungen zu deaktivieren. Dazu gehören der HDR-Modus, Schönheitsfilter und Szenenoptimierer, die beispielsweise von Samsung und iPhone verwendet werden. Die Entscheidung liegt letztendlich bei Ihnen: möchten Sie ein perfekt bearbeitetes Bild oder eine möglichst realistische Darstellung?

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