Ki-nutzung in der eurozone: deutschland und spanien führen, italien hinkt hinterher

Überblick über die ki-nutzung in der eurozone

Eine aktuelle Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) zeigt, dass der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in Unternehmen der Eurozone weit verbreitet ist, wenn auch oft nur in geringem oder moderatem Umfang. Besonders hervorzuheben sind deutschland und Spanien, die in den wichtigsten Volkswirtschaften der Eurozone führend sind. Die Studie, durchgeführt zwischen November und Dezember 2025, analysierte die Nutzung von KI in 5.067 Unternehmen.

Verbreitung der ki-nutzung nach unternehmensgröße

Verbreitung der ki-nutzung nach unternehmensgröße

Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede je nach Unternehmensgröße. 35% der KMU (kleine und mittlere Unternehmen) nutzen KI nicht, während dies bei Großunternehmen nur 13% sind. KMU sind zudem seltener bereit, mit KI zu experimentieren oder sie moderat einzusetzen. Interessanterweise ist der Anteil der Unternehmen, die KI bereits in erheblichem Umfang nutzen, bei KMU und Großunternehmen ähnlich.

Ländervergleich: deutschland und spanien im vorteil

Ländervergleich: deutschland und spanien im vorteil

Ein detaillierterer Blick auf die einzelnen Länder offenbart, dass 47% der deutschen und 43% der spanischen Unternehmen KI in moderatem oder erheblichem Umfang einsetzen. Im Vergleich dazu liegen Italien (26%) und Frankreich (22%) deutlich dahinter. Italien weist mit 45% den höchsten Anteil an Unternehmen auf, die KI überhaupt nicht nutzen.

Investitionspläne in ki

Für das kommende Jahr planen Unternehmen im Durchschnitt, 9% ihrer Gesamtinvestitionen in KI zu lenken. deutschland führt mit 10% voraus, gefolgt von Spanien (9%), Italien (8%) und Frankreich (7%). Auch Unternehmen, die derzeit keine KI einsetzen, planen teilweise Investitionen in den kommenden zwölf Monaten. Großunternehmen zeigen hier eine leicht höhere Investitionsbereitschaft (6%) als KMU (4%).

Hauptanwendungsbereiche der ki

Die Umfrage ergab, dass KI hauptsächlich zur Verbesserung der Kernprozesse (33%) und sekundären Prozesse (29%) eingesetzt wird. Weniger häufig werden Kostensenkungen im Personalbereich (15%), die Unterstützung von Forschung und Entwicklung (13%) oder die Erweiterung des Produkt- und Dienstleistungsangebots (10%) als Hauptgründe für die KI-Einführung genannt.

Herausforderungen und gründe für die nicht-nutzung

Der größte Hemmschuh für die Einführung von KI ist demnach der Mangel an KI-Kompetenzen (25%). Weitere Gründe sind die Inkompatibilität mit bestehenden Systemen (19%), ethische Bedenken (19%) und die Wahrnehmung fehlender Nutzbarkeit (16%). Weniger häufig genannt werden Misstrauen in die Ergebnisse von KI (13%) oder die Befürchtung, dass die Kosten die Vorteile überwiegen (9%).

Ethische bedenken und zukunftsperspektiven

Die Unternehmen, die KI bereits nutzen, zeigen eine höhere Besorgnis über ethische Probleme im Vergleich zu Unternehmen, die KI nicht nutzen (22% vs. 11%). Der Mangel an Fachwissen bleibt die größte Herausforderung, sowohl für Unternehmen, die KI selten (26%) als auch für solche, die sie moderat nutzen (27%). Die Ergebnisse unterstreichen das Potenzial der KI, aber auch die Notwendigkeit, Kompetenzlücken zu schließen und ethische Fragen anzugehen, um eine erfolgreiche und verantwortungsvolle Implementierung zu gewährleisten.