Ki-boom lässt pc-preise explodieren: lenovo kündigt preisanstieg im märz an

Die ursache: künstliche intelligenz und der ram-mangel

Die Nachfrage nach RAM (Random Access Memory) und NAND (für SSDs) explodiert aufgrund des Booms im Bereich Künstliche Intelligenz (KI). KI-Unternehmen kaufen riesige Mengen dieser Komponenten für ihre Rechenzentren, was zu einem gravierenden Mangel für Endverbraucher führt. Dieser Mangel treibt die Preise in die Höhe und betrifft nun auch die Preise für PCs und Laptops.

Lenovo warnt seine partner: preisanstieg ab märz

Lenovo warnt seine partner: preisanstieg ab märz

Lenovo, der weltweite Marktführer bei Laptops, hat seine Partner und Distributoren bereits offiziell gewarnt. Einem geleakten Brief zufolge, der von Videocardz veröffentlicht wurde, kündigt Lenovo Preisanpassungen für seine Produkte aus den Bereichen IDG (Intelligent Devices Group – Laptops, Tablets) und ISG (Infrastructure Solutions Group – Server) ab März an. Dies ist ein deutliches Signal für den kommenden Preisanstieg.

Experten prognostizieren lange lieferengpässe

Experten prognostizieren lange lieferengpässe

Experten gehen davon aus, dass die RAM-Krise bis mindestens 2028 anhalten könnte. Das bedeutet, dass Käufer von PCs und Laptops in den kommenden Jahren mit höheren Preisen rechnen müssen. Wer plant, seinen Rechner zu erneuern, sollte das idealerweise jetzt tun, bevor die Preise weiter steigen.

Was bedeutet das für verbraucher?

Was bedeutet das für verbraucher?

Die Preiserhöhungen werden sich direkt auf die Endverbraucher auswirken. Experten schätzen, dass die Preise für PCs und Laptops um 20 bis 30 Prozent steigen könnten. In einigen Fällen, wie bei Raspberry Pi, sind die Preiserhöhungen bereits deutlich höher, bis zu 70 Prozent. Es ist also ratsam, seinen Kaufbedarf zu überdenken und gegebenenfalls zuzuschlagen, solange die Preise noch relativ stabil sind.

Auch asus und acer betroffen: treiber-websites gesperrt

Nicht nur Lenovo, sondern auch andere Hersteller wie Asus und Acer sind von der Situation betroffen. In Deutschland haben einige Nutzer bereits Probleme, ihre PCs von Asus und Acer zu aktualisieren, da die Hersteller ihre Treiber- und BIOS-Websites sowie den technischen Support eingeschränkt haben. Dies deutet auf eine weitere Verschärfung der Situation hin.

Lenovo fordert schnelle bestellungen

Wade McFarland, Leiter der Kanäle bei Lenovo Nordamerika, bittet seine Distributoren dringend, ihre Bestellungen vor Ende Februar aufzugeben. Selbst Bestellungen, die im Februar aufgegeben werden, können jedoch ab dem 31. März einer obligatorischen Preisanpassung unterliegen. Die Volatilität des RAM-Marktes macht es schwierig, feste Preise zu garantieren.

Weitere hersteller folgen dem beispiel

Auch andere große Hersteller, wie Dell, haben bereits Preiserhöhungen angekündigt. Die Situation zeigt, dass der Mangel an RAM und NAND-Flash-Speicher die gesamte PC-Industrie betrifft und zu einer deutlichen Verteuerung von Computern führen wird. Es bleibt abzuwarten, wie sich der Markt in den kommenden Monaten entwickeln wird.