Israel rüstet kampfjets und hubschrauber mit laserwaffen aus – usa folgt dem beispiel
Israel plant, seine Kampfflugzeuge und Hubschrauber mit Laserwaffen auszustatten, um sich gegen Luftangriffe zu verteidigen. Diese Entwicklung folgt einem ähnlichen Trend in den USA, wo die Pentagon ebenfalls in die Entwicklung laserbasierter Waffensysteme investiert.

Israel setzt auf laser zur luftverteidigung
Die israelische Firma Elbit Systems, maßgeblich an der Entwicklung des bereits existierenden Laserabwehrsystems Iron Beam beteiligt, hat die Pläne der israelischen Luftwaffe für den Einsatz von hochleistungsfähigen Lasern in Luftfahrzeugen bekannt gegeben. Ziel ist es, die Schwächen terrestrischer Systeme wie Iron Beam zu überwinden, die durch Wetterbedingungen beeinträchtigt werden können. Ein entscheidender Vorteil der mobilen Laserlösung liegt in der Möglichkeit, Bedrohungen auf größeren Entfernungen und in verschiedenen Höhen zu neutralisieren.
Die Technologie verspricht einen deutlich geringeren Kosten pro Interzeption im Vergleich zu herkömmlichen Raketenabwehrsystemen wie der Iron Dome. Während die Entwicklung und der Einsatz der Laser jedoch mit erheblichen Kosten verbunden sind – eine einzelne Laserstation kostet zwischen 20 und 40 Millionen Dollar – könnten die laufenden Betriebskosten erheblich niedriger ausfallen. Elbit Systems meldete im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatzanstieg von 16,3 % auf 7,9 Milliarden Dollar und eine Zunahme der Auftragsbücher um 24 % auf rund 28 Milliarden Dollar.
Die USA beschleunigen ebenfalls ihre Bemühungen im Bereich der Laserwaffen. Unter dem Verteidigungsminister Mark Esper wurde das Projekt „Goldene Kuppel“ ins Leben gerufen, das darauf abzielt, die US-amerikanischen Streitkräfte vor Drohnenangriffen zu schützen. Der Unterstaatssekretär für kritische Technologien, Michael Dodd, kündigte an, dass laserbasierte Waffen innerhalb der nächsten drei Jahre einsatzbereit sein sollen. US-Präsident Donald Trump bekräftigte die Bedeutung dieser Technologie und betonte deren Kostenvorteile gegenüber bestehenden Systemen wie den Patriot-Raketenabwehrsystemen, deren Einsatzkosten pro abgeworfenem Drohnen deutlich höher liegen – schätzungsweise 20.000 bis 50.000 Dollar im Vergleich zu 3 Millionen Dollar für einen Patriot-Interceptoren.
Die Entwicklung von Laserwaffen stellt einen Paradigmenwechsel in der Verteidigungsindustrie dar. Während die Technologie noch nicht ausgereift ist und Herausforderungen in Bezug auf Wetterbedingungen und Energieversorgung zu bewältigen sind, verspricht sie eine kosteneffiziente und flexible Möglichkeit zur Luftverteidigung. Die Investitionen in diese Technologie signalisieren eine klare Verschiebung hin zu neuen, präziseren und potenziell günstigeren Abwehrsystemen. Der Wettlauf um die Vorherrschaft im Luftraum wird zunehmend von der Technologie der Laser bestimmt.
