Iran-gefecht: ölpreise explodieren – usa und russland profitieren enorm
Die Eskalation des Konflikts zwischen den USA und Israel gegen Iran hat die Ölpreise in ungeahnte Höhen getrieben. Seit Beginn der Auseinandersetzungen vor drei Wochen sind die Kurse von Brent und West Texas um rund 30 Prozent gestiegen. Die Folge: Ein globaler Energieschock, der die Weltwirtschaft vor neue Herausforderungen stellt.
Während die Welt auf eine mögliche weitere Eskalation blickt, profitieren zwei Nationen enorm: die USA und Russland. Die Energiepreise könnten bis 2026 einen zusätzlichen Gewinn von 300 Milliarden Dollar generieren, so Schätzungen von Business Insider España. Doch die Verteilung dieser Gewinne ist alles andere als gleich.
Für Russland ist die Lage komplexer. Der Rohölpreis für den russischen Urals liegt aktuell bei über 89 Dollar – ein deutlicher Anstieg gegenüber den rund 65 Dollar im Januar. Das Problem: Die Förderkosten in Sibirien liegen zwischen 15 und 20 Dollar pro Barrel, in der Perm-Region bis zu 62 Dollar. Das bedeutet, dass Russland zwar einen höheren Preis erhält, aber einen geringeren Gewinn pro Barrel erzielt als die USA. Die Sanktionen, die Preisobergrenze des G7 und die Probleme mit der Schifffahrt haben die russische Produktion bereits stark reduziert. Die Exportvolumina sind gesunken, und Käufer ziehen sich zurück.
Die USA profitieren in absoluten Zahlen stärker (173 Milliarden Dollar mehr als Russland). Doch wenn man die relative Bedeutung betrachtet, ist die Situation anders: Für Russland, dessen Staatshaushalt stark von den Energieeinnahmen abhängt, ist der Konflikt ein lebensrettender Anstoß. Die Einnahmen fließen direkt in den Bundeshaushalt und finanzieren die Kriegsführung in der Ukraine. Während die USA einen zusätzlichen Gewinn erzielen, wird der Preis für die amerikanischen Verbraucher deutlich höher – die Tankstellenpreise steigen bereits jetzt um rund 25 Cent pro Gallone.
Die USA und Russland kontrollieren gemeinsam 35 Prozent der globalen Öl- und Gasexporte. Wenn Saudi-Arabien seine Kapazität über den Roten Meer nutzen kann, könnte dieser Anteil auf fast 50 Prozent steigen. Eine beispiellose Konzentration von Macht in den Händen weniger Staaten. Die Welt steht vor einer neuen Realität, in der die Energieversorgung stärker politisch geprägt ist als je zuvor.
Die USA haben ihre Abhängigkeit von Ölimporten reduziert, während Europa, China, Japan und Südkorea auf teurere Alternativen ausweichen müssen. Diplomatische Lösungen für den Schyap Ormuz scheinen derzeit unerreichbar. Die Forderung von Präsident Trump, dass NATO-Staaten ihre Streitkräfte in die Region entsenden, ist ein Signal der Besorgnis. Was die Zukunft bringt, bleibt ungewiss. Doch eines ist klar: Die Energiepolitik der nächsten Jahre wird von dieser Krise geprägt sein.
