Instagram-chef mosseri: ki-chaos oder kreativitäts-boom für creator?
Die Künstliche Intelligenz (KI) bedroht die Einkommen von Content-Erstellern – doch Instagram-CEO Adam Mosseri sieht das anders. Er prognostiziert einen Trend hin zu authentischer menschlicher Kreativität, anstatt einer Flut von synthetischen Inhalten.

Mosseri: echtheit wird zum neuen gold
In einem Podcast-Interview mit Lenny Rachitsky betonte Mosseri, dass Instagram seit jeher auf die Persönlichkeit hinter den Inhalten Wert legt. „Es geht doch nie nur um den Inhalt, sondern um die Person, die dahintersteht, die Perspektive, der Grund, warum sie es teilen“, erklärte der Instagram-Boss. Er sieht in der zunehmenden Verfügbarkeit von KI-generierten Inhalten – von virtuellen Influencern bis hin zu synthetischen Videos – eine Chance für menschliche Kreativität.
Mosseri argumentiert, dass Nutzer in Zukunft verstärkt nach authentischen Perspektiven suchen werden, anstatt sich von der massenhaften Produktion von KI-Inhalten überwältigen zu lassen. Die Plattform habe bereits erkannt, dass ein gepflegtes, aber künstliches Aussehen im digitalen Zeitalter keine Rolle mehr spielt. Nutzer wollen “echt”, “real” und “authentisch” – und das sei ein klarer Vorteil für menschliche Creator.
Die Äußerungen Mosseris kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Wirtschaft der Content-Creator unter dem Druck von KI-gestützten Alternativen steht. Marken experimentieren bereits mit digitalen Persönlichkeiten, die keine Gehaltsforderungen, Urlaube oder Schlaf benötigen. Diese Entwicklung birgt die Gefahr, dass menschliche Content-Ersteller ihre Position verlieren.
Doch Mosseri ist optimistisch. Er sieht die KI nicht als Bedrohung, sondern als einen “Wind, der im Rücken weht”. Gleichzeitig räumt er ein, dass es eine Herausforderung sei, sich in dieser neuen Landschaft zurechtzufinden. Instagram plant, weiterhin in die Community der Creator zu investieren und die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass menschliche Kreativität nicht unterkrampft wird.
Die Strategie von Instagram scheint klar: Die Verbindung zwischen Mensch und Inhalt bleibt entscheidend. Und wer diese Verbindung authentisch vermittelt, wird in der KI-Ära seine Relevanz behalten.”n
