Google warnt vor heimlichen akkudieb-apps im play store
Schon lästig genug, wenn Apps den Akku leeren – selbst wenn man sie nicht benutzt. Google reagiert jetzt: Eine neue Warnung im Play Store soll Nutzer vor energiehungrigen Anwendungen schützen.

Play store kennzeichnet apps mit übermäßigem hintergrundverbrauch
Seit einigen Monaten testet Google bereits eine solche Maßnahme. Ab dem 1. März werden Apps, die über einen bestimmten Schwellenwert bei den Android-Vitaldaten überschreiten, mit einem Warnhinweis versehen. Dieser Hinweis erscheint prominent auf den App-Seiten im Play Store und warnt davor, dass die App möglicherweise mehr Batterie verbraucht als erwartet, aufgrund von hoher Hintergrundaktivität.
Was genau macht eine Akkudieb-App aus? Google definiert sie anhand des Mechanismus des „Partial Wake Lock“ in Android. Dieser erlaubt es Apps, den Prozessor aktiv zu halten – selbst wenn der Bildschirm ausgeschaltet ist. Natürlich gibt es legitime Gründe dafür, wie beispielsweise die Wiedergabe von Podcasts oder die Standortfreigabe für Navigations-Apps. Doch Google beobachtet, dass viele Apps diesen Mechanismus missbrauchen.
Neben den Warnhinweisen plant das Unternehmen auch Tools für Entwickler, um die Häufigkeit zu erkennen, mit der ihre Apps das Gerät aufwecken. Apps, die diese Schwellenwerte dauerhaft überschreiten, könnten zudem aus Entdeckungsdiensten wie den Play Store-Empfehlungen entfernt werden.
Im Vergleich zu iOS, wo Apple Hintergrundprozesse deutlich restriktiver behandelt, kommt diese Maßnahme bei Android etwas spät. iPhones halten oft länger mit einer vergleichbaren Batterie aus. Es bleibt abzuwarten, ob diese neue Regelung tatsächlich einen spürbaren Unterschied macht, aber Google hat zumindest ein wichtiges Problem erkannt und angegangen. Die Nutzer werden nun besser informiert und können fundiertere Entscheidungen treffen.
Die neue Funktion ist ein wichtiger Schritt, aber die Verantwortung liegt letztendlich auch beim Nutzer. Viele sind sich der Auswirkungen ihres App-Verhaltens nicht bewusst. Die neue Kennzeichnung ist ein erster Schritt in die richtige Richtung – ein Schritt, der möglicherweise viele Nutzer vor unerwarteten Enttäuschungen bewahren wird.
