Finlandisch: seniorspeedster mit 120.000 euro-bonus
Ein 79-jähriger Finne hat eine Strafe von 120.000 Euro für 59 km/h in einer 30er-Zone akzeptiert. Anders Wiklöf erzählt, er habe einen Fehler gemacht und zählt sich glücklich, dass sein Führerschein noch intakt ist.

Finnland: strafen basieren auf einkommen
In Finnland berechnen die Behörden Strafzahlungen als Prozentsatz des Verdienstes und des Vermögens. So können auch Millionäre mit beträchtlichen Strafen rechnen. Anders Wiklöf, ein Unternehmer aus Åland, hat diese Regelung nicht zum ersten Mal erlebt.
Der 79-Jährige fuhr mit seinem Sportwagen in Åland in einer 30er-Zone mit 59 km/h und wurde daraufhin von der Polizei angehalten. Eine so hohe Strafe von 120.000 Euro war damit vorhersehbar, da Wiklöfs Einkommen und Vermögen beträchtlich sind.
Das Unternehmen Wiklöf Holding A erzielt jährlich 350 Millionen Euro Umsatz. Demzufolge entspricht die Strafe einem kleinen Bruchteil seines Jahresverdienstes.
Wiklöf akzeptierte die hohe Strafe ohne Einspruch und bezahlte sie sofort. In einem Interview mit dem Nya Åland-Blatt erklärte er, er habe seinen Fehler anerkannt und sei dankbar, dass er weiterhin fahren dürfe.
