Dyson pencilwash: reinigt clever, aber ist sie den preis wert?
dyson hat wieder einmal eine ungewöhnliche Innovation auf den Markt gebracht: die PencilWash. Als Begleiterin zur Dyson PencilVac verspricht sie eine mühelose Reinigung für Hartböden. Doch hinter dem eleganten Design und dem hohen Preis verbirgt sich eine Frage: Ist die PencilWash mehr als nur ein teures Spielzeug für Technikbegeisterte? Meine Testwoche hat einige überraschende Ergebnisse geliefert.
Ein handliches wunderwerk der technik
Optisch ist die Dyson PencilWash zweifellos ein Hingucker. Das Design im Stiftformat ist nicht nur ungewöhnlich, sondern auch praktisch. Mit ihren kompakten Abmessungen von 1.155 mm Länge und einem Gewicht von nur 2,2 kg liegt sie hervorragend in der Hand und lässt sich mühelos manövrieren. Das schlanke Design ermöglicht es, sie problemlos unter Möbel zu schieben, wo herkömmliche Wischmopps oft scheitern.
Die Montage gestaltet sich kinderleicht – in weniger als fünf Minuten ist das Gerät einsatzbereit. Der 38 mm dicke Griff liegt gut in der Hand, und der Kopf lässt sich bis zu 170 Grad neigen, um schwer zugängliche Stellen zu erreichen. Hier zeigt sich deutlich, dass Dyson Wert auf Benutzerfreundlichkeit legt.

Die reinigung im praxistest: effizient, aber mit einschränkungen
Im Alltagstest hat die PencilWash durchaus überzeugt. Die beiden Reinigungsstufen – normal und intensiv – bieten eine gute Flexibilität. Für die schnelle Reinigung zwischendurch ist der Normalmodus ideal, während der Intensivmodus auch hartnäckigere Verschmutzungen beseitigt. Besonders praktisch fand ich die Funktion, mit der man Flüssigkeiten schnell und einfach aufnehmen kann – ein Segen mit kleinen Kindern oder Haustieren im Haus. Die Patzern der Hunde nach einem Regenguss gehören der Vergangenheit an!
Der rotierende Mikrofasertupfer (mit 72.000 Filamenten pro Quadratzentimeter) sorgt für eine hygienische Reinigung, da er Bakterien einfängt und Gerüche minimiert. Das System, bei dem nur sauberes Wasser auf den Boden gelangt, ist ebenfalls ein Pluspunkt. Allerdings sollte man bedenken, dass die PencilWash primär für Hartböden konzipiert ist und nicht für eine Tiefenreinigung geeignet ist. Hierfür sind andere Dyson-Modelle, wie die WashG1, besser geeignet.
Ein kleiner Minuspunkt ist die Akkulaufzeit von nur 30 Minuten. Für größere Wohnungen reicht das möglicherweise nicht aus, sodass eine zweite Batterie sinnvoll sein könnte. Auch das Fehlen einer Auto-Leerfunktion ist bedauerlich.

Die dyson-app: mehr als nur ein schickes feature
Die MyDyson-App bietet nützliche Zusatzfunktionen. Neben Anleitungen zum Aufbau und zur Wartung der PencilWash finden sich dort auch Tipps zur Reinigung und Fehlerbehebung. Die App erinnert auch an notwendige Wartungsarbeiten und Software-Updates.

Fazit: ein cleveres gadget für den alltag
Die Dyson PencilWash ist kein Wundergerät, das den herkömmlichen Staubsauger ersetzt. Sie ist jedoch eine praktische Ergänzung für den Alltag, insbesondere für kleinere Haushalte mit Hartböden. Die einfache Handhabung, die ausgezeichnete Manövrierbarkeit und die effektive Reinigung machen sie zu einer lohnenden Investition – sofern man bereit ist, den hohen Preis von 349 Euro zu akzeptieren. Wer eine schnelle und unkomplizierte Möglichkeit sucht, um Hartböden sauber zu halten, ist mit der Dyson PencilWash bestens bedient. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Investition langfristig amortisiert, aber eines ist sicher: Die Dyson PencilWash macht das Putzen zumindest ein bisschen angenehmer.
