Dort, wo du nicht hinstreichst: warum manche bildschirmreiniger schädlich sind
Die Idee, das Handy-, Laptop- oder Fernsehbildschirm mit einem Glasreiniger zu putzen, mag logisch erscheinen, da die Displays aus Glas bestehen. Doch leider handelt es sich dabei um eine Fehleinschätzung. Moderne Bildschirme verfügen über eine extrem dünne, spezielle Beschichtung, die dafür sorgt, dass Fingerabdrücke leicht abgehen und die Oberfläche sauber bleibt. Diese Beschichtung besteht einerseits aus einer oleophoben und andererseits einer hydrophoben Schicht. Die erste verhindert, dass Fett und andere unerwünschte Substanzen auf der Oberfläche haften. Die zweite verhindert, dass Wasser und andere Flüssigkeiten auf der Oberfläche stehenbleiben und sich einlagern.

Das problem mit aggressiven reinigern
Der Fehler liegt darin, dass manche Reiniger, die für Fenster und Glasscherben entwickelt wurden, diese Beschichtung zerstören. Diese Produkte enthalten Alkohol, Ammoniak und andere aggressiven Chemikalien, die darauf ausgelegt sind, fett- und eisenhaltige Stoffe zu beseitigen. Sie funktionieren also genau wie gedacht – aber auf der falschen Oberfläche. Sie brechen die speziellen Eigenschaften der Beschichtung ab, ohne dass dies auffällt.
Das Schadenspotential tritt langsam auf, weil die Beschichtung nach und nach abgetragen wird, je häufiger man den falschen Reiniger verwendet. Sobald sie jedoch vollständig zerstört ist, ändert sich das Verhalten des Bildschirms. Fingerabdrücke bleiben auf der Oberfläche haften, Staub und Schmutz kleben anstatt abzustoßen. Die Interaktion mit dem Display wird verändert und erfordert stärkere Reinigungen, was jedoch das Problem nur verschärft.
