Chrome: vierter 0-tag in folge – sicherheitslücke im webgpu-kern gefährdet nutzer

Google muss erneut eine Notfall-Update für seinen Desktop-Browser chrome veröffentlichen. Seit Jahresbeginn wurden bereits vier Zero-Day-Schwachstellen ausgenutzt, die nun die Sicherheit von Millionen von Nutzern gefährden. Das jüngste Problem betrifft den WebGPU-Kern, der für die grafische Verarbeitung zuständig ist.

Webgpu-schwachstelle ermöglicht ausnutzung in der praxis

Die Sicherheitslücke, CVE-2026-5281, ermöglicht es Angreifern, auf Speicherbereiche zuzugreifen, die sie nicht sollten. Durch speziell präparierte Webseiten können sie Befehle ausführen, die normalerweise nicht über das Browserfenster hinaus gelangen dürften. Google bestätigt, dass Exploits bereits aktiv im Umlauf sind und Nutzer sowie Unternehmen dringend auffordert, sofort zu handeln.

Das Problem ist nicht isoliert. Bereits in den vergangenen Monaten wurden Schwachstellen in CSS-Typografie, der Skia-Grafikbibliothek und dem JavaScript-Motor V8 entdeckt und ausgenutzt. 2025 gab es acht solcher Zero-Day-Angriffe auf chrome. Das zeigt ein besorgniserregendes Muster: Die hohe Popularität und die Komplexität des Browsers machen ihn zu einem attraktiven Ziel für Cyberkriminelle.

Für Nutzer bedeutet das, dass ein Besuch auf einer kompromittierten Webseite ausreichen kann, um unbefugten Code auf dem eigenen Rechner auszuführen. Gerade Unternehmen sind besonders gefährdet, da Chrome oft als Zugangspunkt zu internen Anwendungen und kritischen Systemen dient. Ein erfolgreicher Angriff könnte sich über das gesamte Unternehmensnetzwerk ausbreiten.

Google hat mit Version 146.0.7680.177/178 für Windows und macOS sowie 146.0.7680.177 für Linux ein Update veröffentlicht, das die Schwachstelle behebt. Es enthält auch Patches für etwa zwanzig weitere Sicherheitslücken. Die Aktualisierung wird schrittweise ausgerollt, kann aber auch manuell im Browser initiiert werden. Detaillierte technische Informationen und Proof-of-Concept-Code werden aus Sicherheitsgründen nicht veröffentlicht, um Angreifern nicht noch mehr Zeit zu verschaffen.

Die Geschwindigkeit, mit der diese Schwachstellen aufgedeckt und behoben werden müssen, zeigt, dass die digitale Sicherheit ein ständiger Wettlauf ist. Es ist ein Wettlauf, den man nicht gewinnen kann, wenn man nicht kontinuierlich und proaktiv agiert. Die Konsequenz ist klar: Die Aktualisierung des Browsers ist keine Option mehr, sondern eine grundlegende Sicherheitsmaßnahme.