Aristoteles und die wahre tapferkeit: das ringen mit den eigenen begierden
Die Tat, die als das allergrößte Mutsbeweis gilt, ist nicht die Abwehr von Feinden oder die Erringung von Siegen. Vielmehr postulierte der Philosoph Aristoteles über 2000 Jahre vor unserer Zeit, dass die tiefste Form des Muts darin besteht, die eigenen Begierden und Triebe zu beherrschen. In einer Aussage, die sich über die Jahrhunderte hinaus erhalten hat, behauptete Aristoteles, dass die größte Errungenschaft die ist, die man über sich selbst erzielt.

Der kampf um die selbstbeherrschung
Aristoteles sah in seiner Philosophie die menschliche Seele als ein Machtgebilde aus Vernunft und Begierden, in dem die Vernunft die Führungsrolle spielen sollte. Wenn die Begierden überhandnehmen und die Vernunft unterdrücken, entsteht ein Zustand, den er Akrasia oder Schwäche der Willenskraft nannte. Dieser Zustand war für Aristoteles ein Hauptanliegen, da er glaubte, dass er die Ursache für viele menschliche Fehler und Fehler war.
Die Lösung, die Aristoteles anbot, war die Selbstbeherrschung und die Ausübung von Enkrateia, dem Streben nach Selbstbeherrschung und Selbstmastery. Er argumentierte, dass diese Eigenschaft durch die Wiederholung von Handlungen und die Bildung von Gewohnheiten erworben werden kann. Aristoteles sah die Selbstbeherrschung als eine notwendige Voraussetzung für eine gute Charakterentwicklung und eine gleiche Balance zwischen Vernunft und Leidenschaften.
