Amd stößt bei linux-anwendern auf widerstand
Die Entscheidung von AMD, die Bedingungen für die Verwendung von Vivado zu ändern, hat in der Linux-Gemeinschaft heftigen Protest ausgelöst. Die Firma gibt die beliebte FPGA-Entwicklungssoftware nun nur noch für Windows-Anwender kostenlos zur Verfügung, während Linux-User eine jährliche Lizenzgebühr in Höhe von 1.200 bis 1.800 US-Dollar zahlen müssen.

Amd begründet entscheidung mit geringer linux-nutzung
AMD argumentiert, dass etwa 70 Prozent der Vivado-Anwender auf Windows arbeiten. Diese Argumentation wird jedoch von vielen Linux-Anwendern als Desinteresse gegenüber dieser wichtigen Nutzergruppe empfunden. Bisher gab es keine echte Integration von Vivado in Linux, da AMD keine offizielle Unterstützung durch den HDMI-Forum erhalten hat.
Die Situation ändert sich jedoch durch die aktuelle Zusammenarbeit zwischen AMD und Valve, dem Entwickler von Steam Deck. Valve hat es geschafft, den HDMI 2.1-Zugang in Linux zu implementieren, ohne die geheimen Codes des HDMI-Forums preiszugeben. Diese Lösung könnte bald auch von anderen Linux-Distributionen wie Ubuntu, Fedora und Arch Linux übernommen werden.
Das Geschehen zwischen AMD und Linux-Anwendern wirkt momentan angespannt. Die Firma muss sich bewusst sein, dass sie mit dieser Entscheidung riskiert, ihre wichtigste Konkurrenz, Lattice und Altera, zu bevorzugen. Es bleibt abzuwarten, ob AMD seine Position revidiert oder neue Lösungen für Linux-Anwender findet.
