Instagram plus: meta testet kostenpflichtige premium-funktionen

Meta erobert das nächste Feld: Der Social-Media-Riese testet eine kostenpflichtige Premium-Version von Instagram, genannt Instagram Plus. Nutzer sollen für monatliche Gebühren exklusive Features erhalten. Die Tests laufen zunächst in Japan, Mexiko und den Philippinen.

Was steckt unter der haube?

Was steckt unter der haube?

Die neuen Funktionen konzentrieren sich größtenteils auf Stories. Abonnenten können beispielsweise sehen, wer ihre Stories angesehen hat, und diese um weitere 24 Stunden verlängern. Außerdem können sie ihre Stories mit einem Spotlight hervorheben oder anderen Nutzern einen Superlike senden.

Ein weiterer Pluspunkt: Die Möglichkeit, unbegrenzt Zuschauerlisten für Stories zu erstellen – eine Erweiterung der bestehenden Funktion „Enge Freunde“. Auch das Durchsuchen der Liste der Story-Zuschauer ist möglich.

Diese Entwicklung ist nicht neu. Snapchat und X bieten bereits ähnliche Abonnementmodelle an. Snapchat+ hat beispielsweise über 25 Millionen Abonnenten gewonnen.

Die Preise für Instagram Plus liegen laut ersten Meldungen bei etwa 1 US-Dollar in den Philippinen, in Japan und Mexiko etwas über 2 US-Dollar. Ob diese Preise auch in Deutschland gelten werden, ist noch unklar.

Einige Nutzer sehen in dieser Entwicklung eine weitere Eskalation der Werbebelastung auf Social Media-Plattformen. Wer bereit ist zu zahlen, erwartet eine deutlich verbesserte Nutzererfahrung. Die Frage ist, ob Meta es schafft, die Nutzer davon zu überzeugen, dass die zusätzlichen Features den Preis rechtfertigen.

Meta positioniert Instagram Plus als separate Option vom kostenpflichtigen Meta Verified-Dienst, der eine Verifizierung und Schutz vor Identitätsmissbrauch bietet.

Der Schritt könnte ein Zeichen dafür sein, dass Meta unter dem zunehmenden Druck steht, neue Einnahmequellen zu erschließen. Die Konkurrenz schläft nicht, und die Nutzer werden immer wählerischer, was sie bereit sind zu bezahlen.

Meta scheint bereit, neue Wege zu gehen, um seine Nutzerbasis zu monetarisieren. Die kommenden Monate werden zeigen, ob diese Strategie aufgeht – und ob Nutzer bereit sind, für zusätzliche Features zu zahlen.