At&t erhöht preise für ältere mobilfunkverträge – und das ist der grund!
Ein Schock für langjährige Kunden: AT&T schaltet ab nächstem Monat den Geldhahn für einige ausgewählte „Legacy“-Mobilfunkpläne auf. Wer noch einen dieser Verträge besitzt – aktiv vor dem 24. Juli 2025 – muss sich auf Preiserhöhungen einstellen. Ein bitterer Nachschlag, der die Frage aufwirft: Warum jetzt?
Die bittere pille: was ändert sich wirklich?
Die Preiserhöhung ist kein allumfassendes Chaos, sondern gezielt. Für eine einzelne SIM-Karte wird es satte 10 Euro mehr pro Monat kosten. Bei mehreren SIM-Karten in einem Vertrag springt die monatliche Belastung auf 20 Euro hoch. Ein schmerzhafter Stich für Kunden, die sich an günstigere Zeiten gewöhnt haben.
AT&T versucht, das Ungemütliche mit freundlichen Worten zu beschönigen. In einem Support-Dokument wird die Preiserhöhung damit begründet, dass sie notwendig sei, „um weiterhin zuverlässige Netzwerke, hochwertige Produkte und großartige Kundenerlebnisse anbieten zu können“. Eine Floskel, die in der Branche nichts Neues ist, aber für die betroffenen Kunden wenig tröstlich.
Doch die wahre Motivation ist offenkundiger: AT&T will seine Legacy-Kunden auf lukrativere Tarife locken. Diese älteren Pläne sind schlichtweg weniger profitabel. Die Entscheidung soll dem Unternehmen zu einem spürbaren Umsatzplus verhelfen – und das zeigt sich bereits am Aktienkurs. Während die Börsen am Freitag rot notierten, stiegen die AT&T-Anteile um 2,57 Prozent.

Kundenflucht und markenidentität – wo steht at&t?
Die Preiserhöhungen kommen zu einem ungünstigen Zeitpunkt. AT&T kämpft bereits mit einer steigenden Kundenabwanderung. In den letzten drei Quartalen 2025 verzeichnete das Unternehmen einen deutlichen Anstieg der Kündigungsrate – ein Alarmsignal, das nicht übersehen werden kann. Kunden wanderten zu Konkurrenten wie Verizon und T-Mobile ab, die mit attraktiveren Angeboten punkteten.
Das Problem: AT&T scheint seine eigene Identität verloren zu haben. Während T-Mobile mit dem „Un-Carrier“-Image und kreativen Marketingkampagnen punktet und Verizon sich als Premium-Anbieter positioniert hat, tappt AT&T im Dunkeln. Die Zeiten, in denen das Unternehmen durch die Partnerschaft mit dem iPhone glänzte oder die Werbespots mit Milana Vayntrub für Furore sorgten, liegen lange zurück. Es fehlt an einer klaren, überzeugenden Markenbotschaft.
CEO John Stankey steht nun vor der Herausforderung, AT&T neu zu positionieren. Ein durchdachter Marketingplan ist unerlässlich, um den Kunden zu zeigen, welchen Mehrwert AT&T bietet – und um die Abwanderung zu stoppen. Ob AT&T diesen Wandel schafft, bleibt abzuwarten. Aber eines ist klar: Die Legacy-Kunden werden die Preiserhöhungen nicht vergessen.
