Apple droht jon prosser mit default: geheimnisse aus entwickler-iphone enthüllt
Der Kampf zwischen apple und Jon Prosser geht weiter – und es sieht düster aus für den Front Page Tech-Gründer. Ein Urteil über einen Default, der Prossers Position in der Klage erheblich schwächt, könnte das Ende seiner Verteidigung sein.
Schockierende enthüllungen und juristischer zwang
Vor rund einem Jahr enthüllte Phonearena bereits die dramatische Eskalation: apple hatte Klage gegen Jon Prosser und Michael Ramacciotti erhoben. Die beiden hatten sich einen riskanten Plan überlegt: Sie wollten Zugriff auf ein Entwicklungs-iPhone von apple-Mitarbeiter Ethan Lipnik verschaffen – ein Freund von Ramacciotti.
apple dokumentierte detailliert, wie Prosser Zugang zu vertraulichen Informationen erlangte. Nach dem Erlangen des Passwörter für Lipniks iPhone nutzten Prosser und Ramacciotti eine Lücke, als Lipnik sein Gerät kurzzeitig unbeaufsichtigt ließ. Ramacciotti, der von Prosser für die Tat bezahlt wurde, nutzte die Gelegenheit, sich mit Prosser per FaceTime zu verbinden und ihm einen Blick auf iOS 19 (später als iOS 26 bekannt) auf dem Entwicklungsgerät zu gewähren. Prosser filmte diesen Anruf, und daraus wurden die Renderings erstellt, die Prosser auf FPT präsentierte.

Default-urteil und prossers reaktion
Das Gericht verhängte ursprünglich ein Default-Urteil gegen Prosser, da er die Fristen zur Beantwortung von Apples Klage versäumte. Dieser Default setzte ihn praktisch außer Kraft und verhinderte jegliche Möglichkeit, sich gegen die Vorwürfe zu verteidigen. Prosser forderte die Ansetzung einer Anhörung, um das Default-Urteil aufzuheben. Richter James Donato stimmte dieser Forderung zu.
Prossers Verteidigung: Ein fragwürdiger Ablauf
In seiner neuen Klage bestreitet Prosser vehement, an einem Zugriff auf Lipniks iPhone beteiligt gewesen zu sein, um Apples Geschäftsgeheimnisse zu stehlen. Er behauptet, dass er „aktive Kommunikationen“ mit Apple geführt habe, und zwar sogar seit Beginn der Klage. Allerdings scheint Prossers Darstellung höchst fragwürdig. Besonders kritisch wird er dafür gemacht, dass er sich offenbar nicht über die unpublizierte Natur von iOS 19 informiert hat. Die Behauptung, er sei nicht gewusst, dass das iPhone, auf dem iOS 19 lief, einem Entwicklungsgerät und somit nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war, kommt bei vielen Experten kaum zur Geltung. Es ist schwer vorstellbar, dass ein Beobachter der Tech-Szene, insbesondere von Apple-Nachrichten, nicht wüsste, ob iOS 19 bereits veröffentlicht wurde. Einige vermuten, dass die Behauptung von Prossers Anwälten konstruiert wurde, um die Klage zu verwässern.

Die nächsten schritte: ein prozess, der entschieden werden muss
Apple argumentiert, dass Prosser und Ramacciotti Handelsgeheimnisse verletzt und das Computer Fraud and Abuse Act missbraucht haben. Ramacciotti reagierte prompt und überließ die geforderten Beweise. Prosser hingegen ignorierte die Klage und verspätete seine Antwort. Schließlich musste er sich erneut die Dienste eines Anwalts suchen und die geforderten Beweise vorlegen, woraufhin das Gericht das Default-Urteil endgültig aufhob. Beide Seiten einigten sich darauf, dass der Prozess weitergehen sollte, und Prosser erhielt die Erlaubnis, aktiv teilzunehmen. Apple fordert eine Abweisung der Klage mit Vorbehalt, um sich gegen zukünftige Ansprüche zu schützen. Prossers Anwälte fordern außerdem eine Entschädigung für die entstandenen Kosten und die Durchführung eines Juryprozesses.
