elisabethheim havetoft – eine geschichte der fürsorge

Die gründung und pastor witts vermächtnis

Das Elisabethheim Havetoft blickt auf eine beeindruckende Geschichte zurück, die bis ins Jahr 1887 reicht. Der damalige Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Havetoft, Johannes Gottsched Eduard Witt, hatte einen tiefen Wunsch, seiner früh verstorbenen Tochter zu gedenken. Er versprach, das Geld, das für ihre Versorgung aufgewendet werden musste, nach ihrem Tod für die Unterstützung von Waisenkindern einzusetzen. Aus diesem Wunsch heraus wurde am 01. Juni 1887 der Grundstein für das Elisabethheim gelegt, das dieses Jahr sein 136-jähriges Bestehen feiert.

Der name ehre

Als Zeichen seiner Liebe und Erinnerung an seine Tochter entschied sich Pastor Witt, die Einrichtung nach ihrem Vornamen zu benennen: Elisabeth-Heim. Dieser Name ist bis heute ein Symbol für die tiefe Verbundenheit mit den Waisenkindern und die christliche Ausrichtung des Hauses. Es ist eine Hommage an eine junge Frau, deren Andenken durch die Hilfe für andere Kinder weiterlebt und eine ständige Erinnerung an das ursprüngliche Vermächtnis.

Herausforderungen in schwierigen zeiten

Die Geschichte des Elisabethheims ist geprägt von Herausforderungen, insbesondere während der Nazi-Diktatur. Immer wieder wurden Versuche unternommen, die christlich geprägte Einrichtung zu schließen. Der Druck war enorm und die Situation oft bedrohlich. Doch trotz dieser widrigen Umstände konnte die wertvolle Arbeit fortgesetzt werden, ein Zeugnis von unerschütterlichem Glauben und Engagement.

Hilfe für flüchtlingskinder nach dem krieg

Am Ende des Zweiten Weltkriegs übernahm das Elisabethheim eine wichtige Rolle bei der Versorgung von Flüchtlingskindern. Viele Kinder, die Krieg und Vertreibung erlebt hatten, fanden hier ein neues Zuhause und Geborgenheit. Die Mitarbeiter des Heims leisteten unermüdliche Arbeit, um den Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen und ihnen die notwendige Unterstützung zu bieten. Es war eine Zeit großer Not und gleichzeitig auch des Zusammenhalts.

Die wiedervereinigung der familie – ein segen

Ein besonderer Lichtblick in der Nachkriegszeit war die Möglichkeit, mithilfe von Suchdiensten einige der aufgenommenen Kinder mit ihren Familien wieder zu vereinen. Welch ein Segen! Diese Wiedersehensfreude war ein Beweis für die Hartnäckigkeit und den Einsatz aller Beteiligten. Es gab Hoffnung und neue Perspektiven für Kinder, die alles verloren hatten, und bot ihnen die Chance auf ein stabiles Familienleben.

Das russengrab – ein erinnerungsort

In der Nähe des Elisabethheims befindet sich das sogenannte Russengrab. Es erinnert an die Opfer des Krieges und mahnt zum Frieden. Die Nähe zu diesem Ort der Erinnerung unterstreicht die Bedeutung des Elisabethheims als Ort der Hoffnung und des Neubeginns, insbesondere für Kinder, die unter den Folgen des Krieges leiden. Die Geschichte des Elisabethheims ist untrennbar mit der Geschichte der Region verbunden.