Frankreich revolutioniert die Ladeinfrastruktur für Elektroautos
Ein meilenstein in der elektromobilität
Frankreich hat einen der größten Probleme der Elektroauto-Fahrer gelöst: die Ladezeiten der Lithium-Ionen-Batterien. Während China Modelle mit über 1.000 Kilometern Reichweite oder Ladezeiten von weniger als 10 Minuten erreicht hat, sind diese noch nicht mit den herkömmlichen Tankstellen vergleichbar.
Neue lade-technologie in der eu
Die EU testet eine Technologie, die das Ladeverhalten der Elektroautos für immer verändern könnte. Es wird keine Station zum Laden mehr benötigt, das Fahrzeug kann unterwegs laden.
Erste dynamische ladeautobahn der welt
Frankreich hat den ersten Abschnitt einer Ladeautobahn mit dynamischer induktiver Ladeinfrastruktur gebaut. Diese befindet sich auf der A10, südwestlich von Paris, und unterstützt eine maximale Leistung von über 300 kW und eine durchschnittliche Leistung von über 200 kW unter realen Verkehrsbedingungen.
Erfolgreiche tests
Die ersten Tests waren ein voller Erfolg. Das System ist zuverlässig und sicher, sogar die Materialien können dem Äquivalent von 25 Jahren schwerem Verkehr standhalten. Dies würde auch den Automobilherstellern zugutekommen, da sie die Batteriengröße reduzieren könnten, ohne die Reichweite zu beeinträchtigen.
Projekt charge as you drive
Der Abschnitt der A10 mit induktiver Ladeinfrastruktur ist Teil des Projekts Charge as you drive. Die Unternehmen hinter dieser Technologie sind VINCI Autoroutes und Electreon in Zusammenarbeit mit der Universität Gustave Eiffel und Hutchinson.
Zukunft der elektroautos
Die induktive Ladeinfrastruktur könnte das Ladeverhalten der Elektroautos revolutionieren. Elektroautos, insbesondere schwere Modelle, können direkt von der Straße aus geladen werden, sodass keine großen Batterien für lange Fahrten benötigt werden. Die Fahrzeuge müssen nur kompatible Empfänger installieren. Für die Nutzung dieses Systems ist eine monatliche Abonnementgebühr bei Electreon oder eine Nutzung basierend auf dem Service erforderlich.
Ausblick
Die Infrastruktur wurde in einem 1,5 km langen Abschnitt der A10 getestet und könnte bald auf andere wichtige Orte in Frankreich ausgeweitet werden. Das System kann eine Spitzenleistung von über 300 kW liefern, wobei die durchschnittliche Leistung unter optimalen Bedingungen 200 kW beträgt.
Internationale konkurrenz
VINCI, der Hauptbetreiber von Transportinfrastrukturen in Frankreich, hat klar gemacht, dass es sich nicht um ein Simulations- oder Labortest handelt, sondern um realistische Zahlen. Die Ladegeschwindigkeit wurde an einem normalen Verkehrstag erreicht.
Erste tests auf der a10
Frankreich hat die induktive Ladeinfrastruktur in einem kleinen Elektroauto, einem SUV, einem schweren LKW und einem Bus getestet. Alle Fahrzeuge wurden während der Fahrt auf dem Abschnitt der A10 geladen, ohne dass der Fahrer etwas bemerkte, aber das Fahrzeug lädt sich während der Fahrt.
Internationale entwicklungen
Viele Länder wie die USA, China, Südkorea, Italien, Deutschland und Schweden arbeiten an ähnlichen Modellen, aber Frankreich hat sich mit den ersten Tests auf einer funktionierenden Autobahn unter normalen Bedingungen durchgesetzt. Electreon, der Anbieter dieser Technologie, ist bereit, diese Technologie auf tausende Kilometer Straßen in Europa zu bringen.