Bizum muss 80.000 Euro Strafe zahlen nach Datenleck
Einführung
Die Plattform für Zahlungen Bizum muss eine Strafe von 80.000 Euro zahlen, nachdem festgestellt wurde, dass Daten von 20.000 Nutzern geleakt wurden. Mehr als 2.600 dieser Daten erschienen in der Dark Web.
Hintergrund
Die Ereignisse begannen 2020, als ein Nutzer meldete, dass es möglich war, die Initialen, Nachnamen und Mobilnummern von jedem Bizum-Nutzer mit einem einfachen Script zu erhalten. Diese Informationen erscheinen auf dem Empfangsbeleg, wenn man Geld an jemanden sendet.
Erste datenpanne
Die spanische Datenschutzbehörde AEPD intervenierte und fragte Bizum nach dem Vorfall. Bizum versicherte, dass präventive Maßnahmen ergriffen wurden, wie das Sperren von Nutzern mit mehr als 30 unvollständigen Zahlungsversuchen. Die AEPD war zufrieden und schloss den Fall.
Zweiter hackerangriff
Einige Monate später wurde ein Hacker dabei ertappt, wie er das System nutzte, um die Daten von 20.070 Nutzern zu stehlen. Der Angriff dauerte zwei Stunden und der Hacker erhielt die Initialen, Nachnamen und Mobilnummern der Nutzer.
Daten auf der dark web
Einige Monate später tauchten die Daten von 2.634 Nutzern auf der Dark Web auf. Die Mobilnummern lagen zwischen 600000000 und 600007494. Wenn dein Mobilnummer in diesem Bereich liegt und du Bizum genutzt hast, könnten die Hacker deine Daten haben.
Reaktion von bizum
Bizum behauptet, dass sie eine Firma beauftragt haben, die geleakten Daten von der Dark Web zu entfernen. Sie erklären, dass sie die Nutzer nicht informiert haben, da sie den Datenschutz als gering ansehen und das Risiko für Betrug als niedrig einschätzen.
Strafe der aepd
Die AEPD hat Bizum eine Strafe von 100.000 Euro auferlegt, die schließlich auf 80.000 Euro reduziert wurde. Bizum argumentiert, dass die Daten nicht für Betrug verwendet werden können und das Risiko für die Nutzer gering ist.
Empfehlungen für betroffene
Wenn du glaubst, dass du betroffen bist, ist es unwahrscheinlich, dass diese Daten jetzt für etwas verwendet werden. Achte jedoch auf mögliche SMS, Nachrichten oder Anrufe von Bizum oder anderen Entitäten, da diese möglicherweise Betrugsversuche sein könnten.
